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Sport

Schmerzfrei zuschlagen

Profis erwischt es so gut wie nie, aber vielen Amateurspielern macht er zu schaffen: der Tennisarm. Den meisten von ihnen kann geholfen werden – immer häufiger auch ohne eine Operation am Ellbogengelenk

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von
Tim Böseler
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Die Profis der Tour klagen über viele Wehwehchen: Schulter, Handgelenk, Rücken, Sprunggelenke – irgendetwas schmerzt immer. Über den klassischen Tennisarm, also über Schmerzen am Ellbogengelenk, jammern sie aber fast nie. „Der Tennisarm als Sportverletzung tritt vor allem im Freizeitbereich auf“, erklärt Nicolas Gumpert. Der Sportmediziner vom Orthopaedicum in Frankfurt ist selbst aktiv auf dem Platz, schaffte es bis in die Verbandsliga und behandelt unter anderem Nachwuchsspieler der Schüttler-Waske-Academy im nahen Offenbach. Tennisspezifische Verletzungen sind ihm also bestens vertraut.

Schlechte Technik, falsches Material

Warum nun bleiben Profis, die jeden Tag mehrere Stunden spielen, von einem Tennisarm verschont, der eine typische Überlastungserkrankung darstellt? Und warum trifft es die Amateure? Gumpert nennt dafür zwei Gründe. Erstens: schlechte Technik. Zweitens: falsches Material. „Der klassische Kandidat für einen Tennisarm ist ein älterer Spieler, der ohne große spielerische Fähigkeiten auf den Ball schlägt und dabei zu harte Rahmen und Saiten benutzt“, fasst der Spezialist zusammen. Im Umkehrschluss heißt das: Eine ausgefeilte Technik und das passende Racket sind die besten Vorbeugemaßnahmen, um keinen Tennisarm zu bekommen. „Wenn ich…

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Nr. 5/2015