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Genie & Wahnsinn

Wenn Gael Monfils auf dem Court steht, wird es nie langweilig. Der Franzose mit dem spektakulären Spielstil ist einer für die große Show. Was steckt hinter seinen Tricks?

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von
Florian Vonholdt
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Gael Monfils ist wohl das, was die Jugend von heute als einen „lässigen Typen“ bezeichnen würde. Seine Spielweise ist cool und sein Auftreten neben dem Court ist es auch.

Auf der ATP-Tour gibt es nichts Unterhaltsameres, als sich ein Match des 29-Jährigen anzuschauen. Springen, Rutschen, Hechten – der gelenkige Franzose ist jederzeit für einen unerwarteten Moment gut – für Zuschauer und Gegner gleichermaßen. Wenn er quer in der Lu liegt, einen Meter über dem Boden schwebt oder Bälle mit einem Spreizschritt nahe am Spagat ausgräbt, ist er in seinem Element.

So spektakulär und extrovertiert er auf den Centre Courts dieser Welt wirkt, so bescheiden und unaufgeregt tritt er im persönlichen Gespräch auf. Wir treffen den Mann aus Paris im April bei einer Veranstaltung seines Schlägerherstellers in Barcelona.

Monfils erscheint in legerer Kleidung: Trainingsjacke, Jogginghose, hohe Turnschuhe – ziemlich lässig eben. tennis MAGAZIN möchte mit ihm über seine besonderen Schläge sprechen. Übt er sie im Training? Hat er keine Angst sich zu verletzen? Welcher Belag ist der beste, um die Tricks auszuführen?

Basketball-Tricks als Inspiration

Seinen persönlichen Lieblingsschlag hat er schnell ausgemacht. Er deutet auf das Motiv, das ihn bei einem Sprungschlag am Netz zeigt. Den packt er oft aus, wenn der Gegner zuvor nur einen hohen und zu kurz geratenen Notschlag spielen konnte. „In der Luft kann ich viele Tricks mit dem Racket machen.…

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Nr. 6/2016