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„Es gibt kein Limit für unsere Jungs“

Jim Courier gehörte mit Pete Sampras, Andre Agassi, Michael Chang und Todd Martin zur goldenen US-Generation. Im Interview spricht der amerikanische Davis Cup-Chef über US-Talente und Sprünge in den Yarra-River

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von
Andrej Antic
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Er hat sich wenig verändert. James Spencer „Jim“ Courier sieht immer noch so drahtig wie in den 90ern aus. Nur trägt er Maßanzug statt Shorts. Er ist gerade dabei, in seiner Funktion als Kommentator für den amerikanischen Fernsehsender Tennis Channel in eine Sprecherkabine zu verschwinden. „Sprich mich einfach die nächsten Tage an“, sagt er. Zwei Tage später vor einer Kaffeebar im Spielerrestaurant in Indian Wells. „Passt es jetzt?“ – „Okay, Du hast Zeit, bis meine Bestellung fertig ist.“ Oha, der Mann hat es eilig. Besonders höflich ist der Ex-Star im Gegensatz zu seinen früheren Kollegen Agassi, Sampras, Chang und Martin nicht. Immerhin: Das Gespräch geht auch weiter, als er den dampfenden Pappbecher, einen doppelten Cappuccino to go, in der Hand hält. Erst als er nach zehn Minuten an der Kasse bezahlt hat, hat der frühere Bollettieri-Schüler offensichtlich keine Lust mehr auf das Gespräch – und verschwindet grußlos.

Mister Courier, gibt es Ihre berühmte Baseball-Rückhand noch?

Klar, die schlage ich immer noch wie früher – ein erbärmlicher Schlag. 

Wie oft spielen Sie noch?

Zweimal die Woche. Mindestens je eine Stunde, um dranzubleiben. Mein Tennis ist ganz gut. Aber ich habe den Körper eines 46-Jährigen. Manchmal schmerzt der Rücken, manchmal der Arm. Wenn ich fit bin, sind Schläge und Power da, aber ich bewege mich viel schlechter, stehe nicht gut zum Ball.

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Nr. 9/2016