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„An einen Boom glaube ich nicht“

Klartext vom Präsidenten. Im Interview mit tennis MAGAZIN spricht DTB-Chef Ulrich Klaus über den Aufschwung dank Angelique Kerber, seine Visionen für den DTB 2022 und die Querelen vor dem Davis Cup-Relegationsmatch gegen Polen in Berlin

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Andrej Antic
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Herr Klaus, wie fühlt man sich als Präsident in Zeiten einer Weltranglistenersten aus Deutschland?

Sehr, sehr gut. Jetzt weiß jeder, wir leben noch! Ich sehe einen deutlichen Aufschwung im deutschen Tennis und viel Rückenwind. Es ist fantastisch, was Angie Kerber geleistet hat, da fehlen mir manchmal die Worte. Das habe ich ihr auch persönlich gesagt, als sie am Montagmorgen nach den US Open in München gelandet war.

Welche Auswirkungen hat das auf den Verband?

Wir stehen wieder mehr im Fokus der Öffentlichkeit. Die Zeichen, dass es aufwärts geht, spüren wir aber schon seit Längerem. Auf der Mitgliederversammlung im November werden wir mitteilen können, dass die Finanzierung des DTB für die nächsten Jahre gesichert ist.

Wie kann der DTB konkret von der Kerber-Euphorie profitieren?

Das ist nicht einfach. Die Sponsoren und Wirtschaftspartner wachsen nicht auf den Bäumen. Es laufen einige Partnerverträge am Ende des Jahres aus. Fast alle sind aber willens weiterzumachen zu für den Verband besseren Konditionen. Fakt ist: Die Marke Tennis hat wieder einen höheren Stellenwert, auch bei unseren Wirtschaftspartnern. Unsere Aufgabe ist es, diesen Aufwind in den nächsten Monaten zu nutzen.

Es fällt immer wieder der Begriff Kerber-Boom. Wie ordnen Sie die Erfolge ein?

An einen Boom glaube ich nicht. Es gibt viele Untersuchungen, die sagen, dass…

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Nr. 11-12/2016