Lesezeit 9 Min
Sport

Der 100-Millionen-Dollar-Mann

Sollte in den nächsten Wochen alles nach Plan laufen, wäre Novak Djokovic der erste Spieler, der diese Schallmauer in Sachen Preisgeld knackt. Wie hat er das in nur rund 13 Jahren geschafft? Ein Blick auf sein Konto und die Löhne anderer Stars

GETTY IMAGES
von
Andrej Antic
Lesezeit 9 Min
Sport

Der Rumäne Ion Tiriac, in den 80er-Jahren bekannt als Manager von Boris Becker, bezeichnete einmal die Summen, die im Tennis gezahlt werden als „obszön“. Inzwischen regt sich niemand mehr auf über die Saläre von Novak Djokovic & Co. Die Preisgeld-Spirale dreht sich munter weiter. Die jährlichen Anhebungen der Gagen bei den Grand Slam-Turnieren sind bestenfalls noch Randnotizen.

Jedoch! Im Herrentennis ist es nicht mehr weit bis zu einer neuen Bestmarke. Es wird noch einmal spannend im Multi-MillionenDollar-Spiel. Läuft alles nach Plan, dann steigt spätestens nach den French Open – vielleicht sogar nach dem Masters 1000 in Rom – Novak Djokovic zum ersten „100-Millionen-Dollar-Mann“ in der Geschichte des Tennis auf. Anfang April kam er exakt auf 98.199.548 US-Dollar, der Rest sind Peanuts.

Womit die Nummer eins exakt 343.677 Dollar vor Roger Federer liegt. Klar ist also auch, dass der Schweizer die Schallmauer in Kürze locker durchbrechen wird. Als wir ihn bei einem exklusiven Gespräch am Rande des Turniers von Monte Carlo auf die astronomische Summe ansprachen, sagte er nur: „Ganz ehrlich: Die 100 Millionen sind für mich kein Jahr laut US-Wirtschaftsmagazin Forbes an Werbung einstreicht, nicht groß ins Gewicht? Aber bleiben wir zunächst beim Preisgeld. 100 Millionen Dollar! Eine eins und acht Nullen! Für diese Summe müsste ein normaler Arbeitnehmer, wenn man von 40.000 Euro Bruttogehalt im Jahr ausgeht, 2.500 Jahre arbeiten – völlig abgefahren.…

Jetzt weiterlesen für 0,47 €
Nr. 5/2016