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Sport

Büffeln für die Profitour

Auf der Rosenhöhe in Offenbach wird in der Akademie von Alexander Waske für den großen Profi-Traum geschuftet. Beim Formen der Talente achtet der Chef aber nicht nur auf die spielerische Begabung der Junioren

tennis MAGAZIN
von
Florian Vonholdt
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Alexander Waske hockt auf einem Lounge-Sessel vor dem Eingang. Er ist in ein Gespräch vertieft. Dennoch bemerkt er das ankommende Reporterteam von tennis MAGAZIN, grüßt kurz und nimmt uns einige Augenblicke später vor dem Trainer-Büro offiziell in Empfang. „Bereit für einen Rundgang?“, fragt der Chef der Schüttler Waske Tennis-University in Offenbach. Sind wir!

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Der große Akademien-Test

Unser erster Anlaufpunkt ist gleichzeitig der wichtigste Teil bei einer Tennisakademie – die Plätze. Hier, wo auf mehreren Courts gleichzeitig trainiert wird, ist deutlich zu spüren, worauf es dem ehemaligen Profi besonders ankommt: Leidenschaft. Wer in seiner Akademie trainieren will, muss nicht zwingend der beste Tennisspieler sein. Aber er muss für den Sport brennen. Das bringt bei weitem nicht jeder mit, weiß der Ex-Profi nur zu gut. „Ich möchte die Spieler vorher kennenlernen, will sehen, ob sie von der Mentalität bei uns reinpassen.“ Daher steht vor der endgültigen Aufnahme eine vierwöchige Testphase, in der sich der 41-Jährige und sein Team ein Bild vom potentiellen Schüler machen. Erst danach wird entschieden, ob eine Kooperation zustande kommt. „Entscheidend ist, ob sie motiviert sind und sich verbessern wollen oder ob es lustlose Kids sind, die von ihren Eltern hierher gedrängt werden“, erklärt er.

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Nr. 9/2016