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13 Jahre später

Zweifache Grand Slam-Siegerin, Weltranglistenerste, Werbefigur – Angelique Kerber hat sich in die höchste Liga der Sportstars gespielt. Eine Entwicklung, die nicht zu erwarten war. Wie hat sie das nur geschafft? Wie ist sie zu dem geworden, was sie nun ist? Ehemalige und aktuelle Wegbegleiter über ihren erstaunlichen Aufstieg

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von
Tim Böseler
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Angie hatte schon immer überragende Talente. Ihre größte Stärke aber ist: Sie arbeitet gerne an sich.

Dominik Labonté, Kerbers Athletikcoach seit 2011

Der Rückhand-Return bei ihrem Matchball landete weit im Aus. Misaki Doi hatte nur diese eine Chance zu Beginn des Jahres in der ersten Runde der Australian Open, um Angelique Kerber zu schlagen. Sie nutzte sie nicht. 50 Minuten später hatte die Japanerin verloren und Kerber sprach erleichtert in die Mikrofone: „Das war ein Kampfsieg. Von nun an kann es nur besser werden. Vielleicht war das der Wendepunkt.“ Sie sollte recht behalten.

Zehn Monate später. Kerber ist zweifache Grand Slam-Siegerin, gewann in Melbourne und New York, stand zudem noch in den Endspielen von Wimbledon und bei den Olympischen Spielen. Seit dem 12. September 2016 führt sie die Weltrangliste an, verdrängte die große Serena Williams. Kerber ist nun ein Sportstar, der die Sympathien zufliegen. Das renommierte US-Magazin The New Yorker verneigte sich neulich vor ihr: „Sie ist die Spielerin mit dem größten Unterhaltungswert auf der Tour. Keine andere kann so überraschend improvisieren und so wunderbar ihre Gegnerinnern ausmanövrieren.“

Natürlich, es ist müßig, darüber zu spekulieren, was…

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Nr. 11-12/2016