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V für Victory

Vegane Produkte haben einen Siegeszug durch die Lebensmittelbranche angetreten: In Bioläden, Supermärkten und Discountern wächst das Angebot. Das Geschäft lohnt sich.

Brooke Lark / unsplash.com
von
Susanne Amann
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Es gibt da diesen Witz: Woran erkennt man einen Veganer? Antwort: Er erzählt es dir.

Es ist nur einer von vielen Späßen über Veganer, man findet solche Witze im Internet, aber sie gehören auch zum Party-Small- Talk in der Buffetschlange, was ein Zeichen der Normalisierung ist: Immer mehr Menschen ernähren sich vegan, essen also weder Tiere noch tierisches Eiweiß.

Glaubt man dem Vebu, dem Vegetarierbund Deutschland, ist aus der alternativen Lebensform einer versponnenen Minderheit längst eine ernst zu nehmende Bewegung geworden: Demnach gibt es inzwischen fast eine Million Veganer in der Bundesrepublik. Und ihre Zahl soll wachsen: Täglich kämen 200 Veganer hinzu, vermeldet der Verband stolz.

Mit ihnen wächst auch die Zahl der Lebensmittel, die extra für Veganer in die Regale gestellt werden. Seit ungefähr fünf Jahren könne ein regelrechter Boom für vegetarische und vegane Lebensmittel beobachtet werden, vermeldete das Institut für Handelsforschung Köln (IFH) bereits 2016. Gefragt seien vor allem Fleischalternativen, Milchersatz und Frühstücksprodukte.

Allein mit diesen drei Warengruppen wurde 2015 in Deutschland ein Jahresumsatz von 454 Millionen Euro erzielt – Tendenz stark steigend. Zwar machen vegane und vegetarische Produkte damit gerade mal 0,6 Prozent des Lebensmittelmarktes aus – aber im Vergleich zu anderen Warengruppen wachsen sie überproportional stark: Während das Wachstum im gesamten Lebensmittelhandel…

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Nr. 1/2017