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Was hilft wirklich gegen Seekrankheit?

Seekrankheit stellt eine unschöne Nebenerscheinung des Segelns dar. Doch wie entsteht sie und was können wir dagegen tun?

Anri Gor / shutterstock.com
von
Nikolas Woeckner
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"Am Anfang hat man Angst, dass man stirbt, am Ende hat man Angst, dass man nicht stirbt." Ein paar tausend Jahre Seefahrtsgeschichte hat der Mensch inzwischen hinter sich und dabei unzählige Probleme gelöst. Trotzdem gibt es noch immer kein Allheilmittel gegen die Seekrankheit. Selbst langgefahrene Kapitäne und Weltumsegler sind nicht vor ihr sicher. Doch es gibt Hoffnung für die Betroffenen, denn es gibt Mittel gegen die Seekrankheit. Das Problem ist nur, sie wirken nicht bei jedem Menschen gleich. Oft fehlen auch die wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit einer Neuentwicklung, doch dazu später mehr.

Was ist Seekrankheit?

Seekrankheit ist eine Form der Reisekrankheit, medizinisch Kinetose genannt. Hierzu zählen auch die Luftkrankheit, die beim Fliegen auftritt und die Raumkrankheit, die bei Astronauten im Weltraum auftritt. Ausgelöst wird Kinetose zum Beispiel auch durch Computerspiele, Fahrgeschäfte auf der Kirmes oder in Autos und Zügen. Die dabei zugrunde liegenden Mechanismen sind sich sehr ähnlich: Kinetose ist eine Sinnestäuschung.

Nach heutigem Wissensstand sorgen vier ‚Bausteine’ dafür, dass das Gehirn die Bewegungen und die Lage des eigenen Körpers im Raum interpretieren kann und wir das Gleichgewicht halten können. Mediziner sprechen vom visuellen System, also den Augen, vom vestibulären System, also dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr und vom propriozeptiven System, das aus einer ganzen Reihe von…

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Nr. 2/2016