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Richtig Trailern

Kleine Trailerboote verfügen nicht über die Performance einer Kielyacht. Doch dafür haben sie variable Einsatzgebiete. Per Zuggespann lassen sich fremde Seen erschließen, oder entlegene Reviere am Meer. segeln-Autor Hinnerk Stumm gibt Antwort auf häufig gestellte Fragen zum Trailern, Kranen und Slippen 

HINNERK STUMM
von
Hinnerk Stumm
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Kleinkreuzer-Spezial

Richtig Trailern und Kranen

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Teil 4/5

Die wichtigsten Fragen 

Gibt es den perfekten Trailer? 

Ja, aber der wird erst individuell auf Ihr Boot zugeschnitten, da jeder Rumpf eine individuelle Auflage benötigt. Führende Hersteller, die auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen können, sind beispielsweise Harbeck und AL-KO aus Deutschland oder Vanclaes aus Holland. Viele Trailerrahmen werden aus verzinktem Stahl gefertigt. Aluminium ist demgegenüber leichter und rostunanfälliger, hat aber nicht die gleiche Verwindungssteifigkeit und ermüdet schneller – dem kann allerdings durch größere Profilstärken entgegen gewirkt werden. Möglichst großflächige und beweglich gelagerte Auflageflächen schonen den Rumpf vor punktueller Belastung. Dort, wo die größte Last lagert, meist an den Kielrollen oder im Bereich rund um den Kiel, sollte eine große Auflagefläche die Last verteilen. Wem Standardaufleger nicht ausreichen, kann sich beim Bootsbauer an die Rumpfform angepasste GFK-Schalen bauen lassen. Einige Trailer haben geknickte Traversen, um das Boot und damit den Schwerpunkt zu senken – was sich positiv auf die Fahreigenschaften auswirkt. Ab einem Bootsgewicht um 1.500 Kilogramm lohnt es über einen Doppelachser-Trailer nachzudenken: Die Tandemachse verteilt das…

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Nr. 9/2015