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Fernweh

Landgang auf Italienisch

Kulturschätze und freie Liegeplätze: Beides hat Italien in Hülle und Fülle zu bieten. Der neu gegründete Marina-Verbund MPN schöpft aus dem Vollen und bietet attraktive Jahresrabatte und tatkräftige Unterstützung bei Ausflügen in das Hinterland

SILKE SPRINGER
von
Silke Springer
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Fernweh

Kommen Sie rein, ich zeige Ihnen, wie die Reliefs gemacht werden!“

Erst als Gabriele Fantozzi mich in sein Haus lockt, wird mir klar, dass es sich gar nicht um Holz-Skulpturen handelt, wie ich zunächst dachte, sondern um Terrakotta-Reliefs. Und Gabriele habe ich auch nicht bemerkt. Der lang aufgeschossene Bildhauer werkelt im Dunkeln seines Ateliers, als ich durch die schmalen Straßen des mittelalterlichen Städtchen Bolgheri schlendere. Die dekorativ vor seiner Werkstatttür aufgestellten Reliefs wecken mein Interesse. Kaum bleibe ich stehen, um sie mir genauer anzuschauen, erscheint der Künstler in der offenen Tür und fordert mich mit weit ausholenden Gesten und perlendem Italienisch auf, ihm in sein Atelier zu folgen; der Raum – wohlwollend geschätzt – misst nur zwei mal zwei Meter und ist rundherum mit Werkbänken bestückt. Auf ihnen liegen dicht an dicht Reliefs in allen Fertigungs-Stadien.

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Rund um das Städtchen Bolgheri liegen hochgeschätzte Weinanbaugebiete

Planvoll organisiert

Wie aber bin ich überhaupt in Gabrieles schummeriges Bastelzimmer geraten?

Ich habe mich auf einen Landausflug eingelassen, den die Marina Cecina ausgearbeitet und organisiert hat. Er führt mich nicht nur in die Toskana, sondern auch zu der Erkenntnis, dass man sich viel entgehen lässt, wenn man stur von Hafen zu Hafen segelt und das Hinterland außer acht…

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Nr. 1/2017