Lesezeit 13 Min
Fernweh

Im Westen was Neues

Inseln, Wälder, Seen und Fjorde – wohl kein anderes Land Europas bietet Seglern mehr Vielfalt als Schweden. Und es muss nicht immer der Klassiker Göta-Kanal oder das Schären-Archipel vor Stockholm sein: Auch die unbekannteren Westschären bestechen als traumhaftes Segelrevier

HINNERK STUMM
von
Hinnerk Stumm
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Fernweh

Ostsee-Spezial

Revier: Westschären

Nördlich von Göteborg offenbart sich ein inselreiches, schönes und geschütztes Segelrevier

Teil 1/3

Geschafft! Im Morgengrauen taucht Buskärs Knöte, der Leuchtturm am Eingang zum Göteborg vorgelagerten Rivöfjord, auf. Gut 30 Stunden zuvor waren wir in der Kieler Förde aufgebrochen, um die etwa 210 Seemeilen in einem Rutsch durchzusegeln und hier den eigentlichen Törn durch die Westschären zu starten. Und schon am Anfang vom südlichen Teil des Schärengartens, der sich über knapp 100 Seemeilen bis ins nördliche Fredrikstad zieht, wird deutlich: Die lange Reise hat sich gelohnt! Eine beeindruckend vielfältige Küste tut sich auf. Anfangs ziehen noch die kargen Granitfelsen der Außenschären an uns vorbei, ehe wir in das malerische Insellabyrinth vor Westschwedens Hafenmetropole eintauchen.

Start in Göteborg

Nach Stockholm ist Göteborg die zweitgrößte Stadt Schwedens und kulturelles Zentrum der Region Bohuslän. Bunte alte Holzhäuser wechseln sich ab mit modernen Industriebauten, zahlreiche Kanäle prägen die maritime Seite der gut 500.000 Einwohner zählenden Hafenstadt. Im Zentrum, das auch für seine vielfältige Kaffeehauskultur bekannt ist, thront das Relikt der alten Festungsanlage, und ob Långedrag, Fiskebäck oder Saltholmen – Anlegemöglichkeiten gibt es genug. Die schönste, direkt vor der Oper, ist sicherlich der Yachthafen Lilla Bommen im Stadtkern. Von hier aus lässt es sich gut noch einmal bunkern, bevor man in die Schären mit ihren oft kleinen Häfen segelt.

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Nr. 6/2016