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Wirtschaft

NRW-Wirtschaft präsent im Silicon Valley

Keine Region boomt stärker als die Heimat von Apple, Google und hunderten Start-Ups. NRW-Konzerne versuchen, Ideen zu kopieren.

By Vincent Bloch (Took the picture myself) [Public domain], via Wikimedia Commons
von
Reinhard Kowalewsy
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Wirtschaft

SAN FRANCISCO Was fällt auf bei einem Besuch in der High-Tech-Region San Francisco? 40 Jahre nach dem Ende der Hippiezeit wabern in den Straßen noch immer gelegentlich kleine Haschischwölkchen – das kommt einem fast skurril vor im wichtigsten Zentrum der Weltwirtschaft. Während die „alten“ Giganten der Technikszene wie Intel (gegründet 1968), Apple (1976) oder Google (1998) ) sich im „Silicon Valley“ südlich von San Francisco im Umfeld der Eliteuniversität Stanford konzentriert haben, ist jetzt auch die City von Aufbruchstimmung beherrscht – Twitter, der Taxidienst Uber und der Bettenvermittler Airbnb haben da ihre Zentralen. Mehr als zehn Wolkenkratzer werden alleine in der Nähe des zentralen Busbahnhofs hochgezogen. Tausende junge Gründer und ihre Mitarbeiter drängeln sich in kleinen Gemeinschaftsbüros, Co-Working-Space genannt – Boomstimmung.

Die deutsche Wirtschaft will mitmischen. Bevor Tim Höttges 2014 Chef der Telekom wurde, war er anderthalb Monate in einem Technologiekurs in Stanford. „Wenn sich ein Geschäftsmodell radikal ändert, sollte man von denen lernen, die dies am stärksten treiben“, sagt er. Kürzlich hat er 50 Manager für eine Woche ins Valley mitgenommen. Die Telekom kopiert sogar bei der Bürostruktur die offeneren Strukturen von der US-Westküste. „Wir müssen noch kommunikativer und offener werden“ sagt Höttges, „im Internetzeitalter brauchen wir mehr Freiraum für Innovationen.“

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06.01.2016