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Politik

Marshall-Plan für Flüchtlinge

Der Flüchtlingsstrom ist trotz der ungünstigen Witterung weiterhin ungebrochen. Doch es gibt Vorschläge, die Zahlen zu reduzieren und trotzdem humanitär und rechtsstaatlich zu bleiben.

By Julia Klöckner (Bundestagsbüro Julia Klöckner) [CC BY 2.0 de], via Wikimedia Commons
von
Birgit Marschall
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Politik

BERLIN Politiker schieben schwer zu lösende Probleme gern auf die Zeitschiene. Beim Thema Flüchtlingskrise funktioniert das nicht. „Uns läuft die Zeit davon“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß der CDU-Politiker, dass europäische und internationale Lösungen nicht schnell zu haben sind. Wenn aber täglich 3000 Flüchtlinge im griechischen Hafen Piräus ankommen, haben die Europäer und vor allem Deutschland nicht mehr viel Zeit. Zehn unkonventionelle Empfehlungen, wie es trotzdem schneller vorwärts geht.

Kommunikationsstrategie überdenken und eine internationale Aufklärungskampagne starten
Die schnelle, internationale Wirkung von Kommunikationsarbeit über das Internet wird von der Bundesregierung sträflich unterschätzt. Die Bundeskanzlerin sollte ihr hohes persönliches Ansehen in der Welt, die Marke „Angela Merkel“, viel stärker einsetzen, um darauf hinzuwirken, dass sich weniger Menschen nach Europa auf den Weg machen. Merkels „Willkommenskultur“ hat in der Welt das einseitige Bild vom „Willkommens-Deutschland“ entstehen lassen, das nur die Kanzlerin selbst korrigieren kann. Sie muss der Welt sagen, dass Deutschland ab sofort nur noch Flüchtlinge mit eindeutigen Identitätsnachweisen aus den Kriegsgebieten in Syrien und Irak aufnehmen kann. Alle anderen werden abgewiesen.

Transitzonen oder Einreisezentren an der…

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25.01.2016