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Technik

Keine Sorgen um die Waschmaschine

Die Zahl der eigenständig kommunizierenden Kleinst-Computer in den Geräten unserer Umgebung wächst unaufhaltsam. Der IT-Experte Christof Paar sieht im Internet der Dinge mehr Chancen als Risiken.

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von
Rainer Kurlemann
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DÜSSELDORF Vor ein paar Jahren hat Dick Cheney ein Geheimnis gelüftet. Der ehemalige US-amerikanische Vize-Präsident hatte nämlich Angst, Opfer eines Angriffs von Hackern zu werden. Deshalb ließ der Stellvertreter von George W. Bush im Jahr 2007 vorsichtshalber die Fernsteuerung seines Herzschrittmachers entfernen. Diese Funktion soll eigentlich dem medizinischen Fachpersonal ermöglichen, das Gerät zu warten und neu einzustellen. Doch Dick Cheney befürchtete, dass ein Terrorist die Frequenz kapern und ihn mit einem Elektroschock töten könnte.

Christof Paar erzählt diese Anekdote mit einem verständnisvollen Lächeln. Der Professor der Ruhr-Universität Bochum rückt bei der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste ganz bewusst die Sicherheit der Mikrochips in den Vordergrund, die außerhalb von Computern ihren Dienst tun. „Wir sind umgeben von Kleinstrechnern“, sagt der IT-Experte anlässlich des Leo-Brandt-Vortrags.

Im Auto, selbst in einer normalen Waschmaschine sind drei Mikro-Rechner verbaut. Viele dieser kleinen Prozessoren sind für einen Datenaustausch mit der Umgebung verknüpft und könnten damit zum Ziel von Hackern werden. „Im Jahr 2015 waren pro Erdenbürger durchschnittlich 3,47 Geräte im ‚Internet der Dinge‘ mit Netzwerken verbunden“, erzählte Christof Paar. Und die Zahl der eigenständig kommunizierenden Kleinst-Computer wächst unaufhaltsam.

Doch der Sicherheitsexperte sieht in dieser Entwicklung…

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12.10.2016