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Politik

„Frau Merkel redet Unsinn“

Interview mit Thomas Oppermann (SPD)

By Gerd Aschoff (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons
von
Michael Bröcker
,
Martin Kessler
und
Julia Rathcke
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Politik

Düsseldorf Der Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, durchreist gerade NRW. Stationen: der Computerhersteller Wortmann in Hüllhorst/Westfalen, ein Schrebergarten mit SPD-Frauen in Castrop-Rauxel und der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link. Auch in unserer Redaktion hat er vorbeigeschaut und die Vorzüge von SPD-Ministerpräsidentin Kraft gepriesen. Sein Kommentar zu den Wahlchancen des CDU-Kandidaten Laschet: „Eher steigt Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga auf.“

Herr Oppermann, die SPD will beim Modell zur Familienarbeit 150 Euro pro Elternteil extra zahlen, wenn beide ihre Arbeit reduzieren. Warum brauchen wir neue Familienleistungen?

Oppermann Die Familienleistungen sind oft nicht zielgenau genug, das gilt insbesondere für die Kinderfreibeträge, von denen alle profitieren – auch die, die gar keine Unterstützung brauchen. Für Familien ist es grundsätzlich am besten, wenn wir mehr in Bildung und Betreuung für Kinder investieren. Das entlastet Familien am stärksten. Deshalb: Elterngeld, gebührenfreie Kita und Ganztagsangebote sind der wichtigste Beitrag zur Modernisierung des Landes vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

Wenn Sie sagen, Kinderfreibeträge kommen allen zugute, den Reichen wie den Armen, gilt das doch genauso für die gebührenfreie Kita.

Oppermann Das sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Von den…

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06.04.2017