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Verbrechen

„Es ist einfach unvorstellbar“

Ein Mann hat in einer Schwulen-Disco in Florida mindestens 50 Menschen erschossen. Das FBI untersucht die Bluttat als einen möglichen Terrorakt. Womöglich war der Mann Unterstützer der IS-Terrormiliz.

ThorMitty / shutterstock.com
von
Frank Herrmann
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Verbrechen

ORLANDO In der Nacht zum Sonntag um 2.02 Uhr beginnt der Mann, bewaffnet mit einem Sturmgewehr und einer Pistole, in dem beliebten Lokal im Zentrum Orlandos um sich zu schießen. Zu dieser Zeit sind mehr als 300 Gäste im „Pulse“, einem Club, zu dessen Stammpublikum Schwule und Lesben zählen. Auf dem Programm steht eine „Latin Night“, eine Nacht mit lateinamerikanischer Musik. „Wir tanzten, die Stimmung war auf dem Höhepunkt, und als ich die Schüsse hörte, konnte ich nur daran denken, dass du jetzt in Deckung gehen musst. Stattdessen bin ich nach draußen gerannt”, schildert Joel Figueroa, ein 19-Jähriger aus Orlando. „Überall Schreie, und alle rannten in Richtung Ausgang.” Gegen drei Uhr nachts warnt das Management des Clubs auf seiner Facebook-Seite: „Verlasst alle das Pulse!“

Es ist das schlimmste Schusswaffen-Massaker der amerikanischen Geschichte. In der Nacht zum Sonntag hat der Angreifer mindestens 50 Menschen getötet und mindestens 53 weitere verletzt. Die amerikanische Bundespolizei FBI spricht von einem möglichen terroristischen Hintergrund. Bei dem Täter handelt es sich um Omar Saddiqui Mateen, einen in den USA geborenen, in der Kleinstadt Port St. Lucie in Florida lebenden 29-Jährigen, dessen Eltern angeblich aus Afghanistan stammen. Mateen soll bei einer privaten Sicherheitsfirma gearbeitet haben.

Um fünf Uhr morgens beschließt eine Sondereinheit der Polizei, das Gebäude zu stürmen. Dabei, so John Mina, der Polizeichef…

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13.06.2016