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Wirtschaft

Eigenheim – lieb und teuer

Union und SPD wetteifern um die besten Konzepte zur Senkung der Mieten und zur Eigenheimförderung. Fest steht, dass viele am Immobilienboom mitverdienen wollen. Experten raten dazu, die Kaufnebenkosten zu senken.

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von
Birgit Marschall
und
Thomas Reisener
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DÜSSELDORF/BERLIN Ein Instinktpolitiker wie Sigmar Gabriel weiß natürlich, was den Menschen in den Ballungsräumen auf den Nägeln brennt: Es fehlt fast überall an bezahlbarem Wohnraum. Viele träumen gerade angesichts der noch geringen Bauzinsen von den eigenen vier Wänden. Neben NRW-Bauminister Michael Groschek nahm sich der Bundeswirtschaftsminister gestern in Köln deshalb zwei Stunden Zeit für ein Podium, um vorzustellen, wie die SPD die hohen Preise herunterbringen will.

Auch die Union hat das Thema schon für sich erkannt, auch sie plant für die kommende Legislaturperiode Schritte, die das teure Wohnen günstiger machen sollen. Experten halten jedoch nicht jeden Befund der Politiker für richtig und nicht jeden Vorschlag für zielführend.

Ist das Wohnen in Deutschland noch bezahlbar?
In der Durchschnittsbetrachtung schon. Zwar setzt sich der lang anhaltende Trend zu steigenden Mieten fort: Laut dem jüngsten Wohnungsmarktreport des Immobilienkonzerns LEG haben sich die angebotenen Kaltmieten im Jahresvergleich erneut um 2,1 Prozent auf im Schnitt 6,38 Euro pro Quadratmeter erhöht. Gleichzeitig sind aber auch die Einkommen gestiegen. Der Anteil der Warmmiete an der Haushaltskaufkraft ist deshalb im vergangenen Jahr sogar von 18,7 Prozent auf 18,2 Prozent gesunken.

Wo gibt es die größten Probleme?
In den Ballungszentren liegt der Wohnkostenanteil an der Kaufkraft inzwischen…

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12.01.2017