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Politik

„Die Bundeswehr hat viel nachzuholen“

Deutschland und die Niederlande wollen Truppenteile dem Kommando des jeweils anderen unterstellen. Ziel ist eine Verteidigungsunion.

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von
Gregor Mayntz
und
Eva Quadbeck
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Politik

BERLIN Über die jüngsten Nachrichten zur steigenden Geburtenrate in Deutschland freut sich die ehemalige Familienministerin, doch inzwischen hat Ursula von der Leyen andere Sorgen. „Jetzt habe ich mit Krieg, Konflikten, Tod und ganz schwierigen ernsten Situationen zu tun“, sagt sie. Das lasse Popularitätswerte sinken, weil die Menschen das nur ungern in ihr Leben hinein ließen.

Gibt es in Afghanistan sichere Zonen, in die Flüchtlinge zurückkehren können?

VON DER LEYEN Das muss das gemeinsame Ziel sein. Derzeit ist die Lage in Afghanistan sehr unterschiedlich. Wir unterstützen die Afghanen darin, die Sicherheit in ihrem ganzen Land zu gewährleisten. Auch Pakistan stellt sich inzwischen klar an die Seite der afghanischen Regierung. Diese Signale lassen hoffen. Die Stabilität des Landes hängt aber genauso von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Und dazu braucht Afghanistan auch die Menschen, die das Land bereits verlassen haben.

Wird der Mali-Einsatz ähnlich gefährlich, wie es der in Afghanistan war?

VON DER LEYEN Ich will keine Vergleiche ziehen, das sind völlig unterschiedliche Regionen mit ganz anderen Rahmenbedingungen. Aber der Einsatz in Mali ist ohne Frage gefährlich. Die Terrorgruppen, die ein lukratives Geschäft mit Waffen-, Drogen- und Menschenhandel betreiben, tun alles, um den Friedensprozess zu torpedieren. Deswegen…

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04.02.2016