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Politik

„Der Merkel-Malus belastet die CDU“

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner über die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin, die innere Sicherheit, den Wechsel in Washington und seine Anzüge.

By smokeonthewater2 (Christian Lindner) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
von
Detlev Hüwel
,
Thomas Reisener
und
Michael Bröcker
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Politik

DÜSSELDORF Christian Lindner (38), Vorsitzender der FDP in NRW und im Bund, setzt darauf, dass seine Partei bei der Landtagswahl im Mai ein gutes Ergebnis erzielt und im Herbst in den Bundestag zurückkehrt. Im Gespräch mit unserer Redaktion mahnt der gebürtige Wuppertaler zur Besonnenheit gegenüber dem neuen US-Präsidenten.

Herr Lindner, CDU-Generalsekretär Peter Tauber wirft Ihnen überteuerte Maßanzüge vor. Was kostet denn so ein Maßanzug?

Lindner: (zeigt auf sein blaues Sakko) Das ist kein Maßanzug. Dennoch bin ich empört über diesen Angriff ... (kurze Kunstpause, Lindner lacht) . . . auf die deutschen Schneider. Ehrliche Handwerksarbeit wäre nicht überteuert.

Ist die Wahl Donald Trumps zum USPräsidenten der Anfang vom Ende der transatlantischen Beziehungen?

Lindner: Der Atlantik darf nicht breiter werden. Die aktuelle Irritation über Herrn Trump darf nicht dazu führen, dass der ohnehin vorhandene Antiamerikanismus noch stärker wird. Ich erwarte daher, dass Angela Merkel schon nächste Woche nach Washington reist, um mit Herrn Trump einen persönlichen Kontakt aufzubauen.

Wie beurteilen Sie Donald Trump?

Lindner: Ich habe kein abschließendes Bild. Wenn ich mich an das teils große Verständnis für Herrn Putin erinnere, wundere ich mich über die scharfe Kritik an Herrn…

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18.01.2017