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Wissen

So schlaf doch endlich!

Soll man ein weinendes Baby trösten oder verwöhnt man es damit?

Diese Frage beschäftigt Eltern schon seit Generationen. Und mit jeder neuen Studie oder Schlafmethode wird die Verwirrung größer. Zeit, ein wenig Klarheit zu schaffen

Was frischgebackene Eltern am meisten vermissen? Genug Schlaf, klar. Sie wissen aber auch: Das ist normal. Denn in den ersten Monaten müssen sich ihre Babys noch an das Leben außerhalb des mütterlichen Bauchs gewöhnen, erst allmählich entwickeln sie einen Tag- und Nachtrhythmus und müssen so nachts noch gefüttert werden. Bis nach etwa sechs Monaten diese Phase meist vorbei ist und die Nächte in der Regel ruhiger werden.

Und Eltern wissen auch: Das ist die Theorie. Die Praxis zeigt, dass längst nicht alle Babys mit sechs Monaten gut ein-, geschweige denn durchschlafen. 39 Prozent der Kinder wachen regelmäßig auf, und mit neun Monaten wird es sogar etwas schlimmer: 58 Prozent schlafen dann noch immer nicht die ganze Nacht durch.

Groggy und grantig

Dass dies bei allen Beteiligten nicht unbedingt die Laune hebt, ist logisch: Schlaflose Nächte machen uns auf Dauer zu schaffen. Wer nachts regelmäßig geweckt wird, neigt zu nega­tiven Gefühlen, wie eine Studie des israelischen Psychologie-Professors Dov Zohar zeigt. Der chronische Schlafmangel führt dazu, dass man weniger aufmerksam und geistig flexibel sowie unkonzentriert ist. Aus anderen Studien geht hervor, dass Mütter schlecht schlafender Babys mehr unter Stress stehen und ein erhöhtes Risiko haben,…

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Nr. 2/2017