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Politik

Trump/Reagan: Erinnerungen an 1981 werden wach

Verachtete Politiker erwiesen sich oft als Glücksgriff

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von
Gunter Weißgerber
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Politik

Die Angstgeneration „Hofgarten 1981“ hoppelt wieder, bringt jetzt sogar ihre Aktivistenenkel mit und poliert den Kampfschrott aus den verlorenen Anti-Reagan- und Anti-Pershing-Tagen wieder zu altem Glanze auf. Was damals zum Glück der Osteuropäer nicht verfing, soll es dieses Mal richten. Reagan entpuppte sich gegen die Aktivistenszene als Glücksfall und seinen Raketen danke ich noch immer. Über die Aktivisten schüttelte ich damals den Kopf und komme heute wieder nicht aus dem Lachen raus. Uralt im Kopf und nix dazu gelernt – mehr kann ich da nicht attestieren.

Das aktuelle Kampflied heißt: Der Menschheitsfeind in Washington pöbelt (was er tatsächlich gröblichst im Wahlkampf tat), plustert sich auf und heißt Trump. Ich weiß nicht, wer Trump ist. Ich kann ihn wirklich nicht einschätzen. Ist das meine Schuld? Das streite ich ab. Schuld daran sind unsere eigentlich freien Medien. Im SED-Propagandastil ließen sie kein gutes Haar am Bösewicht Trompete. Sie ließen so gründlich kein gutes Haar an diesem Gottseibeiuns, dass mir die Zweifel wie zu Zonenzeiten kamen, ob das denn tatsächlich das richtige Bild vom Donald ist.

Genauso hatten uns die Kommunisten die Bundesrepublik und Sozialdemokratie zur Sau machen wollen. Deshalb kam ich in meiner Jugend darauf, mich selbst um Informationen über die Sozialdemokraten, über Kurt Schumacher, über Willy Brandt, über Helmut Schmidt, auch über Sozialdemokraten wie Mosche Dajan zu kümmern. Im Ergebnis wurde ich…

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Nr. 12/2016