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Politik

Trump überzeugt auch in Israel

Ein Interview mit Marc Zell von den „Republicans Overseas“

Christopher Halloran / Shutterstock.com
von
Ulrich Becker
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Politik

Die JÜDISCHE RUNDSCHAU sprach mit Marc Zell, dem Vorsitzenden der „Republican Overseas Israel “ und Vizevorsitzenden der weltweiten „Republicans Overseas“ zu dem Thema der Rolle Israels in den bevorstehenden US-Wahlen. In seiner Wohnung in der „Siedlung“ Tkoa empfängt er herzlich und auf Deutsch zum Interview und entschuldigt sich, den Großteil doch lieber auf Hebräisch zu machen. Wir wohnen zufälliger weise nur vier Häuser voneinander entfernt und Marc Zell studierte u.a. Germanistik an der Universität von Princeton. Während des Interviews piepst an und zu sein Laptop und verkündet, dass ein weiterer amerikanischer Israeli sich zur Wahl eingeschrieben hat.

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Lieber Herr Zell, was sind die „Republicans Overseas Israel“? Gibt es solche Gruppen in fast jedem Land, oder ist das etwas Besonderes hier in Israel?

Marc Zell: Es gibt uns in über 60 Ländern, einschließlich Deutschland, Frankreich usw. – es gibt etwa 9 Millionen amerikanische Staatsbürger, die im Ausland leben und die in allen möglichen Ländern wohnen. Israel ist aber unter diesen Ländern auf Platz Nummer 4 von der Anzahl der amerikanischen Staatsbürger her, und die republikanische Auslandsgruppe hier ist die aktivste von allen Ländern.

Wir haben in Israel auch über 100 Volontäre überall im Land, die uns jetzt im Wahlkampf besonders unterstützen. Überall, wo viele Amerikaner leben, haben wir Ortsgruppen, in Jerusalem, Raanana, Kfar Shmaryahu, Kfar Saba, Modiin, Beit Shemesh, Beer Sheva, Judäa und Samaria, im Norden usw. Und wir haben auch Gruppen in den verschiedenen Strömungen, wie z.B. bei den Nationalreligiösen oder den Ultraorthodoxen.

Wie viele wahlberechtigte Amerikaner gibt es in Israel?

Marc Zell: Um…

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Nr. 10/2016