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Kultur

Der kuriose Erfolg von „Eis am Stiel“

Die Geschichte einer gelungenen deutsch-israelischen Kooperation

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von
Astrid Winterfeld
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Haben Sie je von dem Spielfilm „m“ gehört? Bestimmt! Die besonders in Deutschland erfolgreiche Teenager-Komödie mit dem Originaltitel „Eskimo Limon“ – benannt nach einer beliebten Eissorte in Israel – und ihre sieben Fortsetzungen scheinen fest im kollektiven Bewusstsein verankert. Fast jedem ist sein Titel geläufig , auch wenn er ihn mit unterschiedlichen Erinnerungen verbindet. Die einen erinnern sich an einen Film ihrer Jugend, der erste sexuelle Erfahrungen sowie das Lebensgefühl und die Musik der späten 50er Jahre abbildet. Andere denken an Wiederholungen der frivolen Folgen im Nachtprogramm von RTL 2, die sie einfach wegzappten oder schmunzelnd anschauten. Nur selten jedoch scheint präsent zu sein, dass es sich um eine israelische Produktion aus dem Jahre 1978 handelt, die im selben Jahr auch im Wettbewerbsprogramm der Berlinale lief und aufgrund des großen Erfolges mit der dritten Folge 1981 fortan als deutsch-israelische Kooperation produziert wurde.

Wir erinnern uns: Drei pubertierende Schulfreunde – der Draufgänger Momo, der schüchterne Benny und der dicke Johnny, der nie ein Mädchen abbekommt – begeben sich im Tel Aviv der späten 50er Jahre auf die Jagd nach ersten sexuellen Erlebnissen. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: ihre Leidenschaft für hübsche Mädchen, Sex und Schabernack. Dabei kommen sie sich in die Quere, verkrachen und versöhnen sich wieder. Mal klauen sie ein Auto, um ihren Freundinnen zu imponieren,…

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Nr. 10/2016