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Wulfsmühle – meine Perle

Sänger Lotto King Karl ist kein Mitglied der Golfanlage Gut Wulfsmühle. Seine HSV-Hymne „Hamburg, meine Perle“ hingegen bereitet vielen Wulfsmühlern Gänsehaut. Auf dem familiär geführten Gut nebst 18-Löcher-Platz nur 20 Minuten von HH-City sind die Hälfte Hanseaten

STEFAN VON STENGEL
von
Kolja Hause
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Die Eins hat sogar dem Kaiser schon die Runde versalzen. Den Ersten links ins Aus, den Zweiten rechts ins Wasser, mit dem Dritten endlich auf Spur und mit einer 9 vom Grün. Franz Beckenbauer lernte die Herausforderungen der 18 Löcher der Golfanlage Gut Wulfsmühle unter Zeugen per Dampfhammer kennen, als er zugusten seiner eigenen Stiftung abschlug.

Auch Uwe Seeler war beim Beckenbauer-Turnier vor über zehn Jahren dabei, ist Mitglied im romantischen Golfdorf rund um das Gut im Hamburger Norden. Die Sehnsucht nach Rasensport treibt ihn wie viele andere Ex-Fußballprofis schon seit Platzeröffnung 2002 auf die Wulfsmühle. Überwiegend HSV-Urgesteine aus der nur 20 Autominuten entfernten Elbmetropole. Ex-Nationalmannschaftskapitän Willi Schulz etwa, Bundesligarekordeinsätze-Torwart Uli Stein oder der Mann mit der Bundesliga-Spielerpass-Nummer 001 von 1963, Harry Bähre. Übrigens: Auch Beckenbauer war HSVer, lernte rund um Hamburg während einer Verletzungspause 1981 das Golfspielen.

Und keiner, das gilt für alle Wulfsmühler, ist sich zu fein mitanzupacken, wenn die Dame des Hauses, Geschäftsführerin Christina Druve, um Hilfe bittet. So wie Seeler. 2009 – vier Jahre nachdem er eine meterhohe Bronze-Skulptur seines rechten Fußes vor dem HSV-Stadion einweihte – hängte „Uns Uwe“ als Startschuss zum DGV-Umweltprogramm „Golf & Natur“ an Abschlag 1 ein HSV-Spatzenhochhaus auf.

Inzwischen hat man Silber. Ziel ist Gold. Nicht wegen der Auszeichnung, aus…

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Nr. 9/2016