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Vollkommen abgefahren!

Florian Fritsch ist Tour-Pro und hat dennoch ein Handicap: Flugangst. Mit dem Auto fährt er deswegen quer durch Europa zu den Turnieren. Der 30-Jährige spricht über den Alltag hinter dem Steuer und Termine beim Psychologen

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von
Marcel Czack
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Florian Fritsch (30) spielte für St. Leon-Rot in der Bundesliga und als Nationalspieler für Deutschland. Seit 2009 ist der zweifache Familienvater als Tourpro in Europa unterwegs. Und das aus-schließlich mit dem Auto. Denn er leidet unter massiver Flugangst. Wir sprachen mit ihm über Autobahnen, Angstbewältigung und Selbstakzeptanz.

Herr Fritsch, wie viele Kilometer legen Sie mit dem Auto im Jahr zurück?

Florian Fritsch: Das weiß ich recht genau, da ich Leasingfahrzeuge mit einem Jahr Laufzeit fahre. Und dann ja sehe, was am Jahresende auf dem Tacho steht. Aber geben Sie doch erst einmal eine Schätzung ab.

70.000 Kilometer?

Tatsächlich sind es deutlich weniger, „nur“ rund 35.000 Kilometer. Die meisten Leute überschätzen das total. Es gibt natürlich lange Fahrten, wie die zu den Turnieren in Marokko oder Schweden. Von Heidelberg nach Madrid sind es 1.800 Kilometer; von dort ging es in diesem Jahr weiter nach Rabat, also weitere 1.000 Kilometer (inklusive Fährfahrt) gen Süden. Das ist natürlich schon heftig. Man darf das aber nicht auf das ganze Jahr projizieren, denn oft sind die Wege für mich gar nicht so weit. Vergangene Woche bin ich beispielsweise von Heidelberg zum Turnier nach Saint-Omer in Frankreich gefahren (rund 600 Kilometer, Anm. d. Red.) und dann von dort nach Köln, das waren nur 400 Kilometer.

Wissen Sie denn auch, wie hoch Ihre jährlichen Benzinkosten sind?…

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Nr. 9/2016