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Spuren-Suche

Der amerikanische Bundesstaat South Carolina ist nicht größer als Österreich, bietet aber fast 400 Golfplätze. Viele bergen interessante Geschichte(n), zu der auch Bernhard Langer beigetragen hat. Folgen Sie uns in die Regionen um Charleston und Hilton Head Island

JASON TENCH / shutterstock.com
von
Detlef Hennies
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Seeadler spielen kein Golf! Und doch fühlt sich dieses Exemplar, dass nur ein paar Meter über unseren Köpfen kreist, offensichtlich richtig wohl. Es mag an dem fetten Fisch liegen, der in seinen Krallen hin- und herschaukelt. Vielleicht auch an den mächtigen, vom Wind gezausten und verbogenen Eichen, auf denen er sich ab und an niederlässt. Offensichtlich ist unser weißköpfiger Freund, der locker auf eine Spannweite von zwei Metern kommt, auf der Suche nach einem Speiseplatz. Er wird ihn finden, hier, auf dem Ocean Course von Kiawah Island! Der, so ganz nebenbei, einer der besten und aufregendsten Golfplätze der Welt ist.

Das sage ich, der gerade unter dem Adler und dessen Eindruck steht; das sagen aber auch andere Fachleute wie die Kollegen von Golf Digest. Vom amerikanischen Golf Magazine gab es den „Green Award Resorts“ für die „führende Rolle Kiawahs beim Umweltschutz“. Die bekannt kritischen Naturschützer der Audubon Society haben alle fünf Golfplätze, die es auf dieser Insel vor den Toren von Charleston gibt, ausgezeichnet. Der Adler kreist noch immer über uns, die wir schon lange die Schläger ins Bag gesteckt haben. Wir können ja später weiterspielen, zumal gerade ohnehin nicht so viel los ist. Mit Golfern hinter uns, meine ich. Zum einen ist der Ocean Course mit einem normalen Greenfee von deutlich über 200 Euro alles andere als ein Schnäppchen. Zum anderen muss man den Kurs bei Startzeiten bis 12 Uhr gehen. Auch wenn man sich dann von einem der exzellenten Caddies begleiten lassen sollte, wird es bei Temperaturen von bis zu 100 Grad ein echter Schlauch. Die Amerikaner messen in Fahrenheit; umgerechnet 38 Grad Celsius klingen aber…

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Nr. 10/2015