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„Natürlich – Sex sells auch im Golf“

Norwegens Superstar Suzann Pettersen spricht im Exklusiv-Interview über Probleme, Chancen und Vermarktung des Damengolfs, steigende Preisgelder, den Solheim Cup in Deutschland und verrät, dass sie früher in der Schule eine „komische Golf-Tussi“ war

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von
Carli Underberg
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Frau Pettersen, im September werden Sie beim Solheim Cup auflaufen, der zum ersten Mal in Deutschland stattfindet. Haben Sie sich schon ein deutsches Wörterbuch gekauft?

Suzann Pettersen (antwortet in Deutsch): Hallo, Guten Tag. Wie geht’s? Was machst Du? Ich spreche doch schon fast perfektes Deutsch.

Das klingt gut. Dann können wir das Interview ja in Deutsch weiterführen.

(in Englisch) No, no, no. Ich hab nur einen Spaß gemacht. In der Schule hatte ich zwar ein paar Jahre Deutsch, aber das liegt ja nun wirklich schon etwas zurück.

Waren Sie denn eine gute Schülerin?

Ja, ich war nicht schlecht. Mich hat vieles interessiert. Ob nun Biologie, Mathe, Geschichte oder Sprachen. Ich konnte allem etwas abgewinnen und hatte Spaß.

Und Sie waren auch eine Exotin.

Wieso das?

Naja, Golf war zu Ihren Jugendtagen nicht gerade die Sportart Nummer eins in Norwegen.

Ach so, ja das stimmt. Natürlich ist Wintersport, besonders Langlauf und Biathlon oder auch Fußball damals wie heute mehr angesagt als Golf. Für einige Mitschüler war ich schon die komische Golf-Tussi. Wenn ich aber heute auf ein Klassentreffen gehen würde, müsste ich mich wohl nicht in der Ecke verstecken.

Als zweifache Major-Siegerin ganz sicher nicht. Hätten Sie damals geglaubt, dass Sie von Ihrem Sport eine…

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Nr. 8/2015