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Sport

Der Master erklärt Augusta!

Vor 30 Jahren gewann Bernhard Langer sein erstes US-Masters. 1993 holte er dort seinen zweiten Major-Titel. Exklusiv fürs GOLF MAGAZIN spricht der 57-Jährige über die Faszination Augusta und darüber, was sich in vier Jahrzehnten Profigolf alles geändert hat

STEFAN VON STENGEL
von
Detlef Hennies
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Eins kann ich Ihnen sagen: Jack Nicklaus ist mindestens dreimal so schwer wie das Clubhaus von Augusta National! Und viermal so hoch! Ich muss es wissen, schließlich habe ich beide die steile Treppe ins Obergeschoss hinauf- und irgendwann wieder hinuntergetragen. Immer mit dem bohrenden Gedanken im Kopf: „Lass die jetzt bloß nicht fallen…!“

Bevor Sie an meinem Geisteszustand zweifeln, möchte ich Ihnen gern das zu diesem Schauspiel passende Bild erklären: Stefan von Stengel, unser Fotograf, und ich sind bei Bernhard Langer zu Hause in Boca Raton, Florida. Wir wollen nicht nur über das anstehende US-Masters sprechen, sondern insgesamt über Bernhards vier Jahrzehnte als Golfprofi. Und wir wollen sie zeigen. Was in seinem Fall nicht schwer ist, weil Langer so viele Pokale wie kaum ein anderer gesammelt hat. Wir müssen sie nur noch zusammentragen. Nur noch! Vor allem aber: Wo stellen wir sie hin, damit sie auf dem Foto entsprechend wirken?

Bernhard führt uns durch seine Villa, auch über die ziemlich steile Treppe ins Obergeschoss. Dort ist die Lösung schnell gefunden: ein schwerer Billard-Tisch, bespannt mit dunkelgrünem Filz. Das ist doch die Hausfarbe des US-Masters. „Ist das augusta-grün?“, frage ich Bernhard. Er muss lachen, bevor er antwortet: „Dürfte dicht dran sein.“ Können wir den Tisch verwenden, um seine wichtigsten Pokale aufzubauen? „Klar, kein Problem.“

Das sagt er so! So locker und entspannt, wie man sich einen Weltklasse-Athleten…

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Nr. 4/2015