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Alle Wege führen… nicht nach Berlin!

Deutschland galt als Favorit bei der Bewerbung um die Austragung des Ryder Cups 2022. Den Zuschlag aber bekam Italien, das sich mit sehr viel Geld und dem Reiz der Ewigen Stadt durchsetzte. Die Eröffnungsfeier zum Beispiel soll im Kolosseum steigen!

S.Borisov / shutterstock.com
von
Detlef Hennies
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Es hat wieder nicht gereicht. Der Ryder Cup 2022 wird in Rom ausgetragen und, trotz einer sehr starken deutschen Bewerbung, eben nicht in Bad Saarow bei Berlin. Schon beim Ringen um den Ryder Cup 2018 hatte der Deutsche Golf Verband gegen Frankreich verloren.

Dabei hatte es dieses Mal sehr gut ausgesehen. So gut, dass Deutschland lange als Favorit gehandelt wurde, den Kampf der Golfkontinente Europa gegen die USA in sechs Jahren auszurichten. Dann aber, im Frühsommer, trat der Kanadier Keith Pelley, der neue Boss der European Tour, sein Amt an. Und weil die Tour „Managing Partner“ der Ryder Cup Europe ist, übernahm Pelley auch gleich den Vorsitz im fünfköpfigen Evaluierungs-Komitee.

Damit wurde das Rennen quasi neu gestartet. Wieder tauchten die Inspektoren in Italien, Deutschand, Österreich (war mit dem Fontana GC angetreten) und Spanien (PGA Catalunya) auf, wieder zogen sich die hohen Herren zur Beratung zurück. Dann wurde der Tag der Verkündung, für den 8. Dezember 2015 angesetzt, kurzfristig abgesagt. Ein neuer Termin, so hieß es, werde noch gesucht. Eine Woche später hatten sie ihn gefunden, um der Golfwelt um 11.06 Uhr deutscher Zeit zu verkünden: „ITALY TO HOST THE 2022 RYDER CUP!“

Ja, was war denn da passiert? Lauschen wir Mr. Pelley: „Ich gratuliere Italien zu der starken und ambitionierten Bewerbung, mit der es sich die Austragung des Ryder Cups 2022 verdient hat. Der Ryder Cup ist pures Theater mit den Spielern als den Stars. Rom,…

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Nr. 2/2016