Lesezeit 13 Min
Kultur

Sting

„Baschar al-Assad kam mir vor wie ein normaler Typ.“

ERIC RYAN ANDERSON
von
Oliver Uschmann
,
Sylvia Witt
und
Sascha Krüger
Lesezeit 13 Min
Kultur

Zur Person

Der 1951 im britischen Wallsend am Fluss Tyne geborene Gordon Matthew Sumner wurde in seiner Jugend vor allem von zwei Einflüssen geprägt: der autoritären Art seines Vaters und der Faszination für die Musik, insbesondere den Jazz. Ursprünglich als Bassist in dieser Gattung tätig, fusionierte er gemeinsam mit Steward Copeland und Andy Summer die Virtuosität des Jazz mit der minimalistischen Energie des Punk und schrieb mit The Police Musikgeschichte. Als Solomusiker hat er seit 1985 nahezu alle stilistischen Wege ausgelotet und war stets für sein Engagement bekannt. 1989 gründete er mit seiner Frau Trudie Styler den bis heute aktiven Rainforest Foundation Fund. Sein ältester Sohn Joe sowie seine Tochter Eliot sind ebenfalls als Musiker aktiv. Im September stiegen Eliot und ihr Vater mit ihren aktuellen Singles gemeinsam in die Billboard-Charts ein.

Hamburg. An der Rezeption des Park Hyatt versucht ein Kamerateam, eine Anmoderation zu drehen. Nur ein paar Worte zum Weltstar Sting, der heute Abend beim Deutschen Radiopreis eine Sonderauszeichnung erhält. Schnurstracks die Treppe zum Lift hinauf und Schnitt. So ist es geplant, doch leider stehen die Telefone hinter dem Tresen nicht still. Ob man die nicht mal kurz abschalten könne. Nein, könne man nicht. Als Fünf-Sterne-Haus verprellt man seine Anrufer auch nicht für die Musikerlegende. Sting bekommt in der Interview-Suite von alldem nichts mit und begrüßt seine Gäste, nachdem er das Fenster geschlossen hat. Zuvor: Ein nachdenklicher Blick in die City. Danach: Ein konzentriertes Gespräch über alternativlosen Optimismus, den besten…

Jetzt weiterlesen für 0,52 €
Nr. 20/2016