Lesezeit 13 Min
Kultur

Sarah Alles

„Es gibt keine falschen Entscheidungen.“

JULIA VON DER HEIDE
von
Edda Bauer
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Kultur

Zur Person

Sarah Alles wurde 1986 in Berlin geboren. Als sie nur wenige Jahre später den Film „Karate Kid“ sah, wusste sie auf der Stelle, was sie wollte: Kampfsport und Schauspiel. In Ersterem erkämpfte sie sich nach und nach einen Platz im Bundeskader. Für Letzteres ging sie solange zu Castings, bis sie 2003 erste Rollen in TV-Filmen ergatterte. 2006 beendete ein Unfall beides abrupt. Nach Monaten der Reha ging Alles als Schauspielerin und Synchronsprecherin umso entschlossener ihren Weg. Ihre Vielseitigkeit stellte sie zuletzt als Yvette Müller in der ARD-Krimi-Serie „Heiter bis tödlich – Akte Ex“, als junge Rächerin in ihrer Bühnenadaption von „Hard Candy“ oder als deutsche Stimme von Poussey Washington in „Orange is the New Black“ unter Beweis.

Berlin. Das Schwarze Café ist seit 40 Jahren eine Institution im Berliner Westen. Sich mit der Schauspielerin Sarah Alles dort zu treffen heißt, dem schrillbunten Irgendwas-mit-Medien-Haufen eine fragile, pastellfarbene und sehr erfolgreiche Variante hinzuzufügen. Alles, drehstresserprobt und bühnengestählt, weiß sich gut mit Charme und fester Stimme gegen den Soundpegel der Kreativen durchzusetzen. Und wie man zur eigenen Überraschung erfährt, könnte die Schauspielerin die Latte Macchiatos auf dem eigenen Tisch sogar gegen das Rudel genervter und von der Bedienung ignorierter Gäste am Nebentisch mit ein paar gekonnten Karate-Griffen verteidigen.

Frau Alles, es heißt, kleine Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Konzentrationsvermögen. Wie effektiv ist in diesem Zusammenhang Karate?

Sehr! Für jedes Abschweifen der Gedanken…

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Nr. 17/2016