Lesezeit 12 Min
Kultur

Luc Jacquet

„Es gibt keinen Ort, an dem ich mich menschlicher fühle als in der Antarktis.“

ANDREAS HORNOFF
von
Sascha Krüger
Lesezeit 12 Min
Kultur

Zur Person

Luc Jacquet kam am 5.12.1967 in Bourg-en-Bresse zur Welt und durchstreifte bereits als Kind tagelang die wilde Natur. Zunächst schlug er den wissenschaftlichen Weg ein und studierte Zoologie in Lyon und Geologie in Grenoble. 1992 bot sich ihm im Rahmen eines Projektes erstmals die Möglichkeit zu einer Antarktis-Reise, seither ist er dieser Region verfallen – und auch dem Dokumentarfilm, da er im Rahmen dieser Expedition erstmals zur Kamera griff. Es entstanden erste Tierdokumentationen über das Leben in der Antarktis, die 2005 in den Film „Die Reise der Pinguine“ mündeten, der mit einem Oscar als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Mit seinem neuen Film „Zwischen Himmel und Eis“ entführt er sein Publikum erneut in die Antarktis, wo er das Leben des renommierten Glaziologen Claude Lorius nachzeichnet.

Mit dem Oscar-prämierten Film „Die Reise der Pinguine“ avancierte der Franzose Luc Jacquet zu einem der profiliertesten Dokumentarfilmer der Gegenwart. Für „Zwischen Himmel und Eis“ reiste er erneut in die Antarktis, um das Leben und Wirken des Glaziologen Claude Lorius zu dokumentieren. Dass hinter all diesen Projekten eine ganz andere, übergeordnete Ambition steckt, belegt das Interview: Jacquet ist ein leidenschaftlicher Weltretter, der mit seinen philosophischen Betrachtungen die Menschen zu größerer Achtsamkeit vor dem Wunder des Lebens inspirieren möchte.

Herr Jacquet, als Dokumentarfilmer haben Sie bereits die gesamten Lebenszyklen von Tieren, Pflanzen und Menschen eingefangen.…

Jetzt weiterlesen für 0,51 €
Nr. 10/2015