Lesezeit 13 Min
Kultur

Graham Nash

„Sozialismus bedeutet, dass man seinen Müll wegräumt.“

ANNE-LENA MICHEL
von
Markus Hockenbrink
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Kultur

Zur Person

Graham Nash wurde 1942 in Blackpool in Nordengland geboren. 1962 gründete er mit seinem Schulfreund Allan Clarke die Beat-Gruppe The Hollies, die er sechs Jahre später zugunsten der Allstar-Band Crosby, Stills, Nash & Young verließ. Die Formation gehörte zu den erfolgreichsten Exponaten der Woodstock-Generation, ihre US-Auftritte von 1974 stellten seinerzeit die größte bisher dagewesene Stadion-Tournee überhaupt dar. Anfang des Jahres gab es ein privates Großreinemachen: Nash verkündete die endgültige Auflösung der Band und trennte sich nach 38 Jahren Ehe von seiner Frau. Mit seiner neuen Partnerin, der Fotografin Amy Grantham, wohnt der dreimalige Vater inzwischen in New York.

Berlin. Vor wenigen Tagen hat Graham Nash das endgültige Ende von Crosby, Still, Nash & Young verkündet und damit eine der letzten Woodstock-Legenden in den Ruhestand versetzt. Die Beziehung zu seinen alten Mitstreitern mag angespannt sein, Nashs Bedürfnis nach Liebe und Frieden ist aber noch vorhanden. Genau wie sein Humor. Der Musiker, selbst nebenbei als professioneller Fotograf tätig, spricht während der Fotosession davon, dass er sich lieber hinter der Kamera als davor bewegt. Die Bemerkung, dass er wesentlich fotogener sei als der Rest seiner Band, tröstet ihn nicht. „Ist ja auch nicht schwer“, sagt er und lächelt.

Herr Nash, Ihr Bandkollege David Crosby sagte einmal, wenn man sich an die Sechzigerjahre erinnern könne, wäre man nicht wirklich dabei gewesen. Wie dabei waren Sie?

Oh, ich war sehr dabei! Wenn ich heute an diese Epoche denke, fühle ich mich immer noch innerlich…

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Nr. 14/2016