Lesezeit 17 Min
Kultur

Carolin Kebekus

„Es gibt zu viel Diplomatie im Alltag.“

Axl Klein
von
André Boße
Lesezeit 17 Min
Kultur

Zur Person

Carolin Kebekus wurde am 9. Mai 1980 in Bergisch-Gladbach geboren, wuchs aber in Köln auf. Schon als Kind entwickelte sie ein Talent als Rampensau. 1999 machte sie ein Praktikum bei der RTL-Comedy-Show „Freitag Nacht News“, wo Hugo Egon Balder ihr Talent entdeckte und sie dazu überredete, Schauspielunterricht zu nehmen. Ab 2005 gehörte sie zum Ensemble der Show, drei Jahre später erhielt sie den Kabarett-Preis „Prix Pantheon“, 2013 und 2014 dann den Deutschen Comedy Preis als beste Komikerin. Ihr Bühnenprogramm „Pussy Terror“ war ein bundesweiter Erfolg, seit März läuft im WDR monatlich ihre Show „Pussy Terror TV“. Carolin Kebekus lebt in Köln.

Köln. Carolin Kebekus hat Mintpastillen dabei, ohne Zucker. Eigentlich doof, gesteht sie, denn ein Arzt habe ihr mal gesagt, gerade der Zucker sei es, der den Husten bekämpfe. Da wundert man sich – und Deutschlands Nummer Eins der Comedy-Frauen wundert sich gerne. Sie steigert sich dann in das Thema hinein, spricht in Dialekten und Rollen, regt sich künstlich auf, um am Ende mit offenen Augen zu fragen: „Was soll das denn?“ Bis eben hat die 35-Jährige beim WDR für ihre neue Fernsehshow geprobt. Jetzt sitzt sie im Café direkt neben den Studios und wirkt kein bisschen gestresst.

Frau Kebekus, ich klaue zu Beginn eine Frage bei der „Gala“: „Warum greifen Sie Helene-Fischer-Fans an“?

Carolin Kebekus: Gibt die „Gala“ jetzt etwa schon Fragen für GALORE in Auftrag?

Nein, nein. Die Frage wurde heute auf der „Gala“-Homepage gestellt. Offenbar haben Sie die Fischer-Fans in einem Interview als „Hirntote“ bezeichnet.

Ah. Na ja, das war dann wieder einmal ein Satz, der sich verselbstständigt hat. Ich habe im selben Interview auch gesagt, dass ich Helene Fischer respektiere. Das war aber wohl keine Schlagzeile wert.

Wahrscheinlich, weil Sie im nächsten Satz von „hohler Scheiße“ und den „Hirntoten“ im Publikum sprachen.

Ich möchte zu diesem Thema eigentlich nichts mehr sagen, nur so viel: Dass sich solche Zeitschriften auf die Seite der Helene Fischer-Fans schlagen, ist doch nur logisch. Das sind nämlich sehr viele Leute, und da ist man dann halt…

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Nr. 4/2015