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Als einziger Kamerahersteller bietet Fujifilm ein spiegelloses System, das von der preiswerten APS-C- bis zur Mittelformatkamera reicht. Wir haben die neuen Modelle X-A3, X-T20 und – last but not least – den Mittelformatboliden GFX 50S in der Praxis und im Labor getestet und geben einen Überblick zu allen X-Kameras

FUJIFILM
von
Andreas Jordan
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Technik

Fujifilm zählt mit seinem X-System zu den Aufsteigern der letzten Jahre. Spätestens mit der zweiten Generation gehören die APS-C-Modelle X-T2 und X-Pro2 zu dem Besten, was der spiegellose Markt zu bieten hat – in unserer Bestenliste teilt sich die X-T2 den ersten Platz mit der Olympus OM-D E-M1 Mark II und der Panasonic Lumix GH5. Lediglich bei der Bildqualität überbietet die Vollformatkamera Sony Alpha 7R II die Kameras mit den kleineren Sensoren. Statt auf das Vollformat setzt Fuji nun gleich auf das digitale Mittelformat (siehe auch Kasten: „Was heißt hier Mittelformat?“).

Wir stellen die drei neuen Fuji-Kameras ausführlich vor. In der Tabelle am Ende finden Sie die Gesamtübersicht zu allen Fuji-X-Kameras.


X-Trans-Sensor

x-trans-sensor.jpg

X-Trans-Sensor

1: Mikrolinsen
2: X-Trans Farbfilter
3: L/R Lichtfiltermaske
4: Phasendetektionssensor
5: Fotodiode

Eine Fuji-Eigenentwicklung sind die X-Trans- Sensoren im APS-C-Format (23,6 x 15,6 mm), die bei der X-T20, X-T2 und X-Pro2 bereits in der dritten Generation zum Einsatz kommen. Sie zeichnen sich durch eine komplexere Farbfilteranordnung aus als bei den sonst üblichen Bayer-Sensoren: Statt eines Vierermusters verwendet Fuji ein 6 x 6-Raster, in dem die roten, grünen und blauen Pixel verteilt werden. Diese gröbere Aufteilung reduziert die Anfälligkeit für Farbmoirés, die auftreten, wenn sich zwei regelmäßige Strukturen (die des Motivs und die des Sensors) in bestimmter Weise überlagern. Fuji spart daher beim X-Trans-Sensor ein auflösungsdämpfendes Tiefpassfilter ein, das von anderen Herstellern zur Reduzierung von Moirés eingesetzt wird.

Bei den Einsteigermodellen der X-A-Serie verzichtet Fuji, vermutlich aus Kostengründen, auf die X-Trans-Farbfilter. Dass auch die teure GFX 50S keinen X-Trans-Sensor hat, verwundert auf den ersten Blick. Möglicherweise lohnt sich der Aufwand für die niedrigeren Stückzahlen einer Mittelformatkamera nicht. Außerdem gab es in der Vergangenheit Probleme mit Raw-Konvertern, die bei einer Profikamera unbedingt vermieden werden sollten.


X-A3: der preiswerte Einstieg

Die neue Einstiegskamera in das X-System ist – mit einigen Monaten Verspätung wegen technischer Probleme – seit Ende 2016 verfügbar. Zwischenzeitlich…

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Nr. 5/2017