Lesezeit 28 Min
Technik

Sony-Special: Das spiegellose Alpha-System

Kameras, Objektive und Zubehör – alles über Sonys spiegelloses Wechselobjektiv-System

SONY
von
Andreas Jordan
und
Lars Theiss
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Technik

Lesen Sie in dieser pocketstory!

Kameras: Test und Kaufberatung zu allen spiegellosen Alphas von Andreas Jordan

Objektive: Das Angebot von Sony und anderen Herstellern im Vergleich von Lars Theiss

Zubehör:  Adapter, Blitzgeräte, Videozubehör und mehr von Andreas Jordan und Lars Theiss

Alpha-Tiere

Mit großem Abstand führt Sony den Markt für spiegellose Systemkameras an. Wir stellen alle aktuellen Alpha-E-Modelle vor und zeigen, welche Kamera sich wofür besonders eignet

von Andreas Jordan

Sony war nicht der erste Hersteller, der auf spiegellose Systemkameras setzte. Pioniere waren vielmehr 2008 und 2009 Panasonic und Olympus mit ihren Micro-Four-Thirds-Modellen, die heute in Deutschland bei den Verkaufszahlen spiegelloser Systemkameras hinter Sony auf den Plätzen zwei und drei liegen. Erst 2010 folgten dann Samsung und Sony, die bei ihren spiegellosen Modellen zunächst die – im Vergleich zu Micro Four Thirds – größeren APS-C-Sensoren einsetzten. Während sich Samsung vor kurzem vom Kameramarkt zurückgezogen hat, gibt Sony Vollgas – inzwischen auch mit Vollformatkameras.

Spiegelloses Vollformat

2013 kamen mit der Alpha 7 (24 Megapixel) und 7R (36 Megapixel) die ersten modernen spiegellosen Vollformat-Modelle auf den Markt. Etwa ein halbes Jahr später komplettierte die Alpha 7s das Vollformat-Trio. Sie ist mit „nur“ zwölf Megapixeln vor allem für die Lowlight-Fotografie mit hohen ISO-Werten und für Video optimiert; unter anderem war sie die erste Alpha, die 4K-Video aufnehmen konnte – wenn auch nur mit einem externen Rekorder. Inzwischen hat Sony alle Modelle in der zweiten Generation auf den Markt gebracht: Die Alpha 7 II kam schon im Januar 2015, die 7R II (mit 42 Megapixeln) folgte im Juli und die 7s II im Dezember. Da die erste Generation weiter auf dem Markt ist, bietet Sony nun also sechs Vollformat-Modelle zu sehr unterschiedlichen Preisen an. Die Alpha 7 aus der ersten Generation ist schon für rund 1000 Euro zu haben und damit die Vollformatkamera mit dem aktuell niedrigsten Preis.

In allen Modellen der zweiten Generation hat Sony einige grundlegenden Änderungen vorgenommen. Die wichtigste dürfte der Fünf-Achsen-Bildstabilisator sein, der Verwacklungen durch das Bewegen des Bildsensors ausgleicht (In Body Image Stabilization = IBIS). Bei E-Bajonett-Objektiven mit OSS-Bildstabilisator nutzen die Alpha-7-Kameras der zweiten Generation den Objektivstabilisator für die Winkelkorrektur (also ein Kippen der Kamera zur Seite und nach unten) und kompensierten selber nur noch die X- und Y-Achse sowie die Drehbewegungen. Bei Objektiven ohne Bildstabilisator übernimmt die Kamera alle fünf Achsen. Besonders interessant ist die IBIS-Technologie bei Objektiven, die keinen eigenen Stabilisator haben. Dies trifft auf alle Sony- und Minolta-Objektive mit dem aus der Spiegelreflexwelt stammenden A-Bajonett zu, da hier schon seit langem auf die Bildstabilisierung in der Kamera gesetzt wird. Schließlich profitieren Fotografen, die alte manuelle Objektive per Adapter nutzen – zum Teil muss dabei allerdings die Brennweite manuell im Kameramenü eingegeben werden. In Kombination mit FE-Objektiven soll der Kamera-interne Bildstabilisator bis zu 4,5 Blendenstufen kompensieren (gemessen nach CIPA-Standard) – diesen Wert gibt Sony zwar nur für das…

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Nr. 10/2016