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Immer mehr Vollformat-Kameras dringen in Auflösungsbereiche vor, die bisher deutlich teureren Mittelformat-Modellen vorbehalten waren. Wir stellen alle Kameras mit 36 bis 50 Megapixeln im Preisbereich von 1700 bis 3700 Euro vor – die seit Juni 2015 verfügbaren Canon-SLRs EOS 5DS und 5DS R konnten wir einem ersten Praxistest unterziehen

SonicN/shutterstock.com
von
Andreas Jordan
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Wer geglaubt hatte, dass der Megapixel-Wettlauf zu Ende sei, wird zurzeit eines Besseren belehrt. Lediglich bei kleinen Sensoren in Kompaktkameras haben die Hersteller bei 20 Megapixeln ein Einsehen gehabt und auf neue Pixelrekorde verzichtet – sinnvollerweise, denn hier sind die Pixel inzwischen so klein (Pixelpitch bis 1,1 µm), dass meist schon bei offener Blende auflösungsreduzierende Beugungseffekte auftreten und das Grundrauschen auch bei ISO 100 durch einen weichzeichnenden Rauschfilter reduziert wird. Bei APS-C-Sensoren hat dagegen jüngst Samsung die Messlatte auf 28 Megapixel angehoben. Im Vollformat war Nikon 2012 der erste Hersteller mit einer 36-Megapixel-SLR, es folgte 2013 Sony und nun will Canon mit den Schwestermodellen EOS 5DS und 5DS R mit 50 Megapixeln noch einen drauf setzen.

Die Fragen, ob solche Auflösungen überhaupt Sinn machen und die Objektive dafür geeignet sind, werden zurzeit im Internet heftig diskutiert. Dabei sollte man Folgendes berücksichtigen: Bei einem mäßigen Objektiv kann es sein, dass es an einer EOS 5DS eine kaum höhere Auflösung als an einer EOS 5D Mark III mit 22 Megapixeln erreicht – aber natürlich auch keine schlechtere. Außerdem sind die Anforderungen an das Objektiv in erster Linie von der Größe der Pixel und nicht von deren Anzahl abhängig. Zwar sind die Pixel der EOS 5DS kleiner als die der EOS 5D Mark III (4,1 µm zu 6,3 µm) und die Anforderungen an das Objektiv entsprechend höher. Im Vergleich zu einer APS-C-Kamera…

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Nr. 6/2015