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Kultur

„Tanzen, singen, 92 werden“

Dies ist das vierte Mal in zehn Jahren, dass wir Heike Makatsch auf dem Cover haben. Und sie wird immer stärker & spannender

Martin Kraft [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
von
Martina Wimmer
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Kultur

Auf einem alten Fahrrad mit Kindersitz fährt Heike Makatsch vor dem „Soho House“ in Berlin vor. Ein Auftritt, wie er unprätentiöser nicht sein könnte. Vor genau zehn Jahren haben wir sie zum ersten Mal zum Gespräch getroffen. Da hatte sie sich gerade international als Schauspielerin etabliert – und ist heute eine der Großen in Deutschland. Wir suchen uns im Hotel-Café eine ruhige Ecke. Sie ist kein Mitglied im schicken Soho-Club für Künstler und Prominente, „aus Prinzip“, wie sie sagt. Und auch im Gespräch wird schnell klar: Allüren sind ihr völlig fremd, deutliche Worte und eine klare Haltung nicht. Und das alles mit Humor. Sie lacht viel. Am Ende unseres Gesprächs taucht ihr Freund Trystan Pütter im Hintergrund auf, der der Vater ihrer jüngsten Tochter ist. Noch sind Ferien, die Kinder versorgt, und die Eltern gönnen sich im Anschluss an unser Gespräch zusammen einen Kaffee zwischen den Terminen.

Sie sind frisch aus dem Urlaub zurück …

Ja, ich fahre seit Ewigkeiten nach Mallorca, immer in die gleiche Ecke, und mache mit Freunden und Familie Ferien.

Sind Sie gut darin, sich Auszeiten zu schaffen?

Je älter ich werde, desto leichter fällt es mir, mal eine Zeit lang alles andere zu vergessen. Nicht dauernd zu denken, vielleicht kommt genau jetzt das Drehbuch, auf das man sich schon immer gefreut hat. Ich musste das lernen. In meinem Beruf gibt es keine fest gefügten Arbeitszeiten. Man ist in einem…

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Nr. 11/2017