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Kultur

Mina Tander dreht auf

Diese Frau hat Selbstironie und Spaß an ihrer Weiblichkeit. Super Voraussetzungen für eine Body-Switch-Komödie (bei der sie sich im Körper von Wotan Wilke Möhring wiederfindet). Und natürlich für ein Gespräch über Weiblichkeit

Rene Teichmann / Shutterstock.com
von
Ulrike Bremm
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„Man kann mich damit jagen, wenn man mich auf einen bestimmten Typ festlegen will. Mein Ziel war immer, mich aus Schubladen zu befreien“

Wer versucht, Mina Tander in eine Schublade zu stecken, wird grandios scheitern. Und das ist ihr sehr recht. Also: Sollten Sie von ihrem rehäugigen Äußeren auf unbedingte Sanftmütigkeit schließen, täuschen Sie sich ...

Frau Tander, sind sie temperamentvoll?

Ich bin schon jemand, der versucht, seinen Standpunkt klarzumachen. Und dabei kann ich auch durchaus sehr bestimmt sein, allerdings fast nur in der Familie. Wenn ich es recht bedenke: Im Grunde finde ich sogar, dass das ein Zeichen von Vertrautheit, von Vertrauen ist, wenn man sich in gewissem Sinne gehen lässt. Am Set oder in der Öffentlichkeit bewahre ich die Ruhe. Da ist meine Schamgrenze viel zu hoch. Es wäre unvorstellbar, dass ich meinem Mann im Restaurant eine Szene mache.

Weil es Ihnen wichtig ist, was andere von Ihnen denken?

Das wird mir immer unwichtiger, je älter ich werde. Und das finde ich großartig. Aber ich würde lügen, wenn ich sagte, die Meinung anderer sei mir total egal. Ich beneide Menschen wie Udo Lindenberg, die tun und lassen, was sie wollen. Zumindest wirkt es immer…

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Nr. 6/2016