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Kultur

„Ich mag mich!“

Wenn die Schauspielerin Paula Beer das sagt, hört sich das weder komisch noch kokett an, sondern nach einer 23-jährigen Frau, die klar, klug und sehr gut ist. Wir werden garantiert noch viel von ihr hören

By Manfred Werner - Tsui (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von
Ulrike Bremm
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Kultur

Auf einem gelben Müllcontainer auf Rädern steht eine zierliche junge Frau, flirtet mit der Kamera und wirkt selbst dort natürlich. Ich habe das Gefühl, da steht eine, die bei allem, was sie tut, 1000 Prozent gibt. Kein Wunder, dass Paula Beer, neben Juliette Binoche und Isabelle Huppert, für den Europäischen Filmpreis nominiert war – für ihre Rolle als deutsche Soldatenwitwe nach dem Ersten Weltkrieg in „Frantz“. Ab März zeigt die 23-Jährige ihr Können als smarte Investmentbankerin in der sechsteiligen Serie „Bad Banks“. Wir sind beim Du, das fühlt sich sofort richtig an.

Emotion-Frage

Was siehst du im Spiegel?

„Jemanden, der sich auf den Tag freut“

Paula, worauf freust du dich am meisten, wenn du von einem Dreh nach Hause kommst?

Dass der Teppich da liegt, wo ich ihn liegen haben will, die Bücher da stehen, wo ich sie hingestellt habe. Von Sachen umgeben zu sein, die meinem Geschmack entsprechen, im eigenen Bett zu schlafen, selbst zu kochen. In meinem eigenen Reich zu sein, wo für mich das Umfeld stimmig ist – das ist mir viel wert.

Du hast mit 17, 18 im Anschluss an den Dreh des Films „Diplomatie“ für ein Jahr in Paris gelebt.

Ein Sprung ins kalte Wasser,…

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Nr. 3/2018