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Kultur

„Ich habe mir selbst die Welt gezeigt“

So macht Emilia Schüle das: Sie stürzt sich einfach in Abenteuer. Fremde Länder, durchtanzte Nächte und Rollen rauf und runter. Dass diese Welt nicht immer rosarot ist, weiß die 24-Jährige dabei genau. Ihren beklemmend guten Durchbruch hatte sie 2012 in dem Tatort „Wegwerfmädchen“. In ihrem neuen Film beweist sie, dass sie auch lustig kann

By 9EkieraM1 (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von
Ulrike Bremm
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Kultur

Ich brauche unbedingt was zu essen“, sagt Emilia Schüle, als wir uns auf der Terrasse eines Berliner Restaurants gegenübersitzen. „Ist zwar nicht sehr höflich, mit vollem Mund zu reden, aber ich muss im Anschluss direkt weiter – und ohne Essen geht bei mir gar nichts.“ Nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte bestellt Emilia Schüle: Königsberger Klopse. Die 24-Jährige Schauspielerin, die mit 13 ins Filmgeschäft „reinrutschte“, trägt ein graues Top mit Spaghettiträgern und Jeans – und ist zierlich wie eine Elfe. Sie dreht ihre langen dunklen Haare zu einem seitlichen Zopf, bis sie aussehen wie ein dickes Tau, und lässt wieder los. „Wir können übrigens Du sagen, alles ganz easy“, bietet sie mir an. Aber sehr gern!

In deinem neuen Kinofilm, der Komödie „High Society“, spielst du Anabel von Schlacht …

... eine junge Frau, die in sehr reichen Verhältnissen in einer Industriellenfamilie aufwächst, als sie erfährt, dass sie als Baby vertauscht wurde. Sie wird aus ihrer Luxusblase ins echte Leben geworfen. Fortan muss sie ohne Prunk und Protz in einer Plattenbau-WG zurechtkommen. Sie versucht, ihre Position im Leben zu finden, fragt sich, was sie eigentlich – losgelöst von ihrer privilegierten Herkunft – ausmacht.

Was macht einen Menschen aus, was formt ihn…

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Nr. 9/2017