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Gesellschaft

Die Liebe und das liebe Geld

Geld? Da steht unsere Liebe doch drüber! Das ist ein echt romantischer Anspruch. Doch bei 40 Prozent der Paare ist es das Streitthema Nummer eins. Und das liegt nicht daran, wie viel Geld man hat, sondern daran, dass es oft mehr bedeutet als nur eine Summe

Aitormmfoto / shutterstock.com
von
Maja Beckers
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Gesellschaft

Spontan vs. zurückhaltend: Ines & Justus 

Sie ist 36 und Bloggerin (mumnmore.de), er ist 38 und produziert Filme

„Bei uns ist Justus so etwas wie der Finanzminister“, sagt Ines und er ergänzt: „Ich halte das Geld lieber zusammen, Ines gibt es lieber aus.“ Sie räumt lachend ein, dass sie gern nach dem Motto lebt: Man muss das Geld zum Fenster rauswerfen, damit es zur Tür wieder reinkommt – allerdings nur im Kleinen. „Ich kaufe gern mal spontan eine tolle Vase, aber bei Größerem wie Reisen oder Möbel halte ich mich zurück, da besprechen wir uns.“ Justus nimmt seine Ministerrolle ernst und sagt: „Ich würde mir wünschen, dass Ines ein bisschen sparsamer wäre und nicht jeden Monat mit neuen Schuhen nach Hause kommt.“ Sie wünscht sich dagegen etwas mehr Gelassenheit: „Zumal ich ja nur mein eigenes Geld ausgebe.“ Da solle er ihr nicht reinreden. Sie sagt: „Geld kommt, Geld geht. Es ist nicht alles im Leben.“ Dem Satz kann Justus nur so halb zustimmen – dass es Wichtigeres gibt, da sind

Wenig vs. viel Geld: Selina & Micha

Die 24-Jährige hat gerade ihr Filmstudium abgeschlossen. Er ist 26 und arbeitet in einer PR-Agentur

„Wenn wir essen gehen oder mit Freunden etwas unternehmen, zahlt Micha“, sagt Selina. „Das liegt aber vor allem daran, dass er deutlich mehr verdient, weil ich so kurz nach meinem Filmstudium noch kein richtiges Einkommen habe.“ Das Einladen hat auch Grenzen. „…

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Nr. 11/2016