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Kultur

„Nur Ironie halte ich nicht aus“

Der TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf hat mit pubertärem Quatsch Karriere gemacht. Sein Engagement für die SPD ist kaum bekannt. Jetzt wird er auch im Fernsehen politisch.

JAN PHILIP WELCHERING / DER SPIEGEL
von
Ann-Kathrin Nezik
und
Jonas Leppin
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Kultur

Heufer-Umlauf, 33, gelernter Friseur, begann seine Laufbahn bei den Musiksendern Viva und MTV. Im Duo mit Joko Winterscheidt wurde er zur Hoffnung der deutschen TV-Unterhaltung. Im Juni lief die letzte Folge ihrer gemeinsamen Late-Night-Show "Circus Halligalli". Nun versucht es Heufer-Umlauf mit der Sendung "Ein Mann, eine Wahl" allein*.

Sendetermine

11. und 18. September, 22.05 Uhr, ProSieben.

SPIEGEL: Herr Heufer-Umlauf, in Ihren Shows haben Sie auf sich schießen lassen und Kochsalzlösung in die Stirn gespritzt bekommen. Was qualifiziert Sie als Gastgeber einer Politiksendung?

Heufer-Umlauf: Nichts. Außer mein natürliches Interesse an Politik, gepaart mit der Aufmerksamkeit, die ich bekomme.

SPIEGEL: Sind Sie für Mutproben und Saufspiele langsam zu alt?

Heufer-Umlauf: Politik und Saufen lassen sich doch gut verbinden. Das zeigen ja auch die Jugendorganisationen der Parteien.

SPIEGEL: Alle paar Jahre gönnt sich ProSieben eine politische Sendung ...

Heufer-Umlauf: ... da macht Edmund Stoiber Druck.

SPIEGEL: Der ist Vorsitzender eines Beirats von ProSiebenSat.1. Dennoch finden politische Formate dort eigentlich nur zur Bundestagswahl statt. Reicht das?

Heufer-Umlauf: ProSieben ist ein…

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Nr. 36/2017