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Technik

Die Daten-Sauger

NavVis hat ein Navigationssystem für drinnen entwickelt. Es soll eine Plattform werden für die digitale Bewirtschaftung von Gebäuden – ein kommender Milliardenmarkt.

FLORIAN GENEROTZKY / DER SPIEGEL
von
Armin Mahler
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CHAMPIONS VON MORGEN (IX)

Neue Technologien krempeln ganze Branchen um. Der SPIEGEL stellt in loser Folge deutsche Unternehmen vor, die das Zeug haben, in der Wirtschaft von morgen eine große Rolle zu spielen.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen dreieinhalb Jahre nach der Gründung da steht, wo NavVis heute ist? Dass es mehr als hundert Menschen aus 30 Nationen beschäftigt und Kunden in 20 Ländern bedient, darunter Konzerne wie Daimler, BMW und Allianz? "Ein Prozent", sagt Felix Reinshagen.

Der Informatiker und Volkswirt legte Excel-Tabellen mit Wahrscheinlichkeitswerten an, als er darüber nachdachte, seinen gut bezahlten Job bei der Beratungsfirma McKinsey aufzugeben und zusammen mit seinem Segelfreund Georg Schroth ein Unternehmen zu gründen. Natürlich nicht irgendeines, sondern eines, das "eine Delle ins Universum" schlägt, wie Schroth, der CTO von NavVis, sagt. Reinshagen übersetzt CTO – Chief Technology Officer – so: "Der hat's erfunden."

Die Idee hinter der Gründung hatte er bereits, als er 2006 im kalifornischen Stanford studierte, an jener Uni, die die gesamte Internetwirtschaft im Silicon Valley mit Nachschub versorgt. Er wollte eine Art Google Maps für Gebäude schaffen, ein Navi, das auch da funktioniert, wo es kein GPS gibt:…

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Nr. 5/2017