Lesezeit 11 Min
Wirtschaft

Menschenzugewandt führen

"Wir brauchen eine Führungskultur, die eine bessere Beziehungsqualität zwischen den Menschen ermöglicht" - ein Interview mit Sebastian Purps-Pardigol

von
Winfried Kretschmer
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Wirtschaft

Eine menschenzugewandte Führungshaltung verhilft nicht nur zu gesünderen, glücklicheren Mitarbeitern, sondern auch zu mehr wirtschaftlichem Erfolg. Sagt ein Coach und Buchautor. Und untermauert das nicht zuletzt mit den Erkenntnissen der Hirnforschung. Denn wissenschaftlich begründet können hartgesottene Manager eher zulassen, was sonst im Businesskontext fehl am Platze schien: Zugehörigkeit, Verbundenheit, Emotion.

Sebastian Purps-Pardigol

ist zertifizierter Coach und Facilitator und arbeitet selbständig als Führungskräftecoach und Organisationsberater. Im Jahr 2015 ist sein Buch Führen mit Hirn bei Campus erschienen.

Herr Purps-Pardigol, Führen mit Hirn, der Titel Ihres Buches, provoziert den Umkehrschluss: Führen ohne Hirn. Ein zulässiger Schluss?

Man braucht den Umkehrschluss gar nicht - der Titel ist bereits eine Provokation. Der inhaltlich passende, gemäßigte Titel wäre wohl "gehirngerechtes Führen" gewesen, doch das klingt recht langweilig und vermittelt den Eindruck, es handele sich um eine Methodensammlung - was nicht der Fall ist. Im Grunde geht es in dem Buch um die Erkenntnis, dass eine menschenzugewandte Führungshaltung nicht nur zu gesünderen, glücklicheren Mitarbeitern, sondern zudem auch zu mehr wirtschaftlichem Erfolg verhilft. Das lässt sich…

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21.01.2016