Lesezeit 12 Min
Wirtschaft

Die Roboter kommen (sind schon da)

„Aufstieg der Roboter“ - das neue Buch von Martin Ford

Willyam Bradberry / shutterstock.com
von
Winfried Kretschmer
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"Wenn wir irgendetwas in einer klaren und verständlichen Art und Weise tun können, dann können wir es auch maschinell tun." Geschrieben hat das Norbert Wiener, der Begründer der Kybernetik, bereits 1949. Heute wird die ganze Tragweite deutlich: Von der Automatisierung betroffen sind nicht bloß einfache Routinejobs. Und es sind nicht nur Roboter in den Produktionshallen, die menschliche Arbeiter ersetzen. Selbstlernende Algorithmen machen sich daran, auch Wissensarbeit zu automatisieren. Im Hintergrund wirkt die eigentliche disruptive Kraft der Digitalisierung: Software.

Wenn anerkannte Experten unabhängig voneinander zu der Einschätzung kommen, sich in einem zentralen Aspekt getäuscht zu haben, dann sollte das hellhörig machen. Dieser zentrale Punkt ist: die Geschwindigkeit, mit der die Digitalisierung voranschreitet.

In ihrem mehrfach ausgezeichneten Bestseller The Second Machine Age schreiben die MIT-Forscher Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, vor wenigen Jahren noch seien sich alle Fachleute einig gewesen, dass Mustererkennung und komplexe Kommunikation den Menschen vorbehalten bleiben würden. Insbesondere würden Computer nie am Straßenverkehr teilnehmen können, und Spracherkennung galt als ein extrem schwer erreichbares Ziel. Auch Brynjolfsson und McAfee teilten diese Meinung - und mussten auf Testfahrt in Googles selbstfahrendem Auto dann eingestehen, dass sie sich getäuscht hatten.

Genauso Martin Ford. 2009 schon hat der Gründer eines im Silicon Valley angesiedelten Softwareunternehmens ein Buch über die Beschleunigung des technischen Fortschritts vorgelegt. Heute bekennt er in seinem neuen, von McKinsey ausgezeichneten Buch, damals unterschätzt…

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10.06.2016