Lesezeit 7 Min
Wirtschaft

Bedienungsanleitung für Organisationen

"Holacracy" - das neue Buch von Brian J. Robertson

Audrius Merfeldas / shutterstock.com
von
Winfried Kretschmer
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Wirtschaft

Ein neues Organisationsmodell verspricht, lähmende Hierarchien durch die Kraft selbst organisierter Prozesse zu ersetzen. Klingt gut. Doch mit den Hierarchien verbannt die Holakratie auch den Menschen aus der Organisation. Und ersetzt Beziehungen durch rigide Prozesse. Das Buch des Holacracy-Erfinders liest sich dann auch wie eine Bedienungsanleitung für Organisationen.

Hola? Holo? Heißt es jetzt Holakratie oder Holokratie?

Es stimmt, ganz klar ist die Schreibweise nicht, und es finden sich auch beide Formen in Verwendung. Noch weniger klar dürfte indes den meisten Menschen sein, was sich hinter Holakratie respektive Holokratie verbirgt. Handelt es sich doch um einen Fachbegriff, der bislang kaum den engeren Dunstkreis der Debatte um neue Organisationsmodelle verlassen hat. Das könnte sich nun ändern. Denn nun ist die erste Buchpublikation zum Thema auf dem Markt. Holacracy ist ihr Titel. Und in Anlehnung ans Englische legt sie sich auf die Schreibweise "Holakratie" fest, auch wenn Wikipedia zum Beispiel anderer Meinung ist und auf "Holokratie" beharrt.

Geschrieben hat das Buch, das jetzt auch auf Deutsch erschienen ist, Brian J. Robertson, Holakratie-Spezialist und -Vermarkter in Personalunion. Er nutzt die Plattform Buch, um "sein" Organisationsmodell ausführlich und in allen Facetten darzustellen. Und er verzichtet darauf, Unterschiede und Querverbindungen zu ähnlichen Organisationsformen herauszuarbeiten oder eine Einordnung in…

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24.06.2016