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Wirtschaft

Aus Erfahrung klug?

"Zwei Seiten der Erfahrung" - das neue Buch von James G. March

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von
Katharina Lehmann
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Erfahrung sei die beste Lehrmeisterin, sagt der Volksmund. Sie sei die Lehrmeisterin derer, die nicht in der Lage sind, aus dem angesammelten Wissen vorhergehender Generationen zu schöpfen, halten andere dagegen. Auch für Organisationen ist das Erfahrungslernen ein zweischneidiges Schwert. Denn nicht immer ist klar, was wirklich zum Erfolg geführt hat und welche Lehren Nachahmer daraus ziehen sollten - die Krux jeder Best Practice.

Unternehmen müssen sich, wollen sie überleben und langfristig erfolgreich sein, ständig neu an die sich verändernde Umwelt anpassen. Doch das ist nicht immer einfach. Es gibt zahlreiche Beispiele für das Anpassungsversagen von Organisationen. So sind die gescheiterten Versuche von Wirtschaftsunternehmen, erfolgreiche Praktiken von anderen Firmen nachzuahmen, ein immer wiederkehrendes Thema in der Organisationsforschung. Doch warum scheitern Unternehmen, wo andere erfolgreich sind? Warum reicht es nicht, Handlungen einfach zu kopieren? Wie lernen Organisationen aus ihren Erfahrungen und aus denen anderer?

Diesen Fragen geht der amerikanische Organisationstheoretiker und Managementforscher James G. March in seinem Werk Zwei Seiten der Erfahrung auf den Grund. Sein Interesse gilt der Frage, "wie Organisationen intelligenter werden können", so der Untertitel. Denn Organisationen streben nach Intelligenz. Und das ist kein banales Ziel, weiß March. "Das vorliegende Buch befasst sich mit einem einzelnen Aspekt des…

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25.11.2016