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Wirtschaft

Alles, und noch mehr

Stephan Lessenich und Christoph Bartmann über Externalisierung und die Folgen

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von
Anja Dilk
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Wirtschaft

Unser Wohlstand. Schnell hingesagt. Doch wie "unser" ist dieser Wohlstand wirklich - sprich selbst erarbeitet? Genau besehen arbeiten immer andere an diesem Wohlstand mit. Indem sie die negativen Folgen der westlichen Lebensweise tragen. Oder indem sie Arbeiten erledigen, für die sich die Menschen hier zu schade sind. Respektive keine Zeit haben. Zwei Bücher loten die Externalisierungsgesellschaft aus. Wir stellen gegenüber. Und kontrastieren.

"Polykrise". "Es brennt an allen Ecken und Enden." "Wo es außerhalb Europas brennt, verlängert sich die Feuersbrunst nach Europa." Mit derlei drastischen, knappen Worten hat eben erst EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf den Punkt gebracht, wie sich die Welt in den westlichen Gesellschaften am Ende des Jahres 2016 anfühlt. Flüchtlinge, Rechtspopulismus, Aleppo. Längst dringt die Welt da draußen in unseren Alltag ein, stellt infrage, was lange sicher schien. Demokratie, Freiheit, Wohlstand. Dass dies verdammt lange so bleiben kann, ja dass noch viel mehr auf die alten Gewinner der Moderne zukommen und ihr bisheriges Leben umkrempeln wird, ist immer wahrscheinlicher. Umso wichtiger ist es, endlich hinzuschauen: Was läuft schief? Inwieweit sind wir dafür verantwortlich? Und warum, verdammt, machen wir uns immer wieder etwas vor, alles sei gut?

Nichts ist gut. Schreiben die Autoren dieser beiden bemerkenswerten Bücher, die der Hanser Verlag in der Herbstsaison auf den Markt gebracht hat…

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16.12.2016